W&W strebt deutlich verbesserten IFRS-Konzernüberschuss an
W&W-Campus in Kornwestheim. Bildquelle: W&W
Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe sieht sich auf Kurs, das IFRS-Ergebnis im Gesamtjahr deutlich zu steigern und auch den HGB-Einzelabschluss der W&W AG leicht zu verbessern. Konkrete Überschusszahlen werden im Q3-Bericht nicht genannt.
Die zentralen Bestandskennzahlen entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr solide. Das Baufinanzierungsvolumen wuchs von 28,4 auf 29,7 Milliarden Euro. Auch der Versicherungsumsatz nach IFRS 17 erhöhte sich: In der Personenversicherung um 4,8 Prozent auf 955 Millionen Euro, in der Schaden- und Unfallversicherung um 5,2 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.
In der Personenversicherung verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern aufgrund eines höheren versicherungstechnischen Ergebnisses, wurde jedoch durch die Neubewertung latenter Steuern infolge der geplanten Körperschaftsteuersenkung gedämpft.

In der Schaden- und Unfallversicherung führte das Umsatzwachstum, unterstützt durch Bestandsmaßnahmen und das Ausbleiben größerer Unwetterschäden, zu einem sehr starken versicherungstechnischen Ergebnis. Insgesamt entwickelte sich das Konzernergebnis somit besser als im Vorjahr, heißt es. Zahlen zum Überschuss werden nicht veröffentlicht.
Im Segment Wohnen stieg das Neugeschäftsvolumen um 6,4 Prozent. Das Ergebnis blieb jedoch belastet. Als Gründe nennt W&W wie in den Vorjahren ein rückläufiges Bewertungsergebnis, fortlaufende Investitionen in die Einführung des neuen Kernbankensystems sowie eine erhöhte Risikovorsorge.
Die Lebensversicherung verzeichnete beim laufenden und einmaligen Beitrag ein Wachstum von 14,1 Prozent auf 396 Mio. Euro.
Für das Gesamtjahr 2025 hält W&W an der Prognose aus dem Halbjahresbericht fest. Der Konzern strebt einen IFRS-Überschuss deutlich über dem Vorjahreswert an. Im HGB-Einzelabschluss wird bei einem verbesserten Schadenverlauf ein Jahresüberschuss leicht über Vorjahr erwartet.
2024 hatte sich die W&W-Gruppe noch mit deutlichen Belastungen konfrontiert gesehen. Der Jahresüberschuss brach von 141 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 36 Millionen Euro ein. Als Gründe nannte der Konzern damals erhöhte Schäden aus Naturkatastrophen, Schwierigkeiten in der Kfz-Versicherung sowie Rückgänge im Bauspargeschäft. „Gut, dass 2024 vorüber ist“, kommentierte Konzernchef Jürgen Junker im März 2025 auf der Jahrespressekonferenz in Stuttgart ein aufreibendes Jahr.
Autor: VW-Redaktion
