Munich Re-Tochter finanziert Mega-Solarpark

Die Meag und APL Europe investieren in einen Solar-Park, der bis 2028 in Portugal entstehen soll (Symbolbild). Quelle: Bild von Sebastian Ganso auf Pixabay

In Portugal entsteht einer der größten Solarparks Europas – und die Munich Re investiert über ihre Assetmanagement-Tochter Meag in das Großprojekt. Die private Investmentgesellschaft APL Europe ist ebenfalls an Bord. Spätestens ab 2028 soll es mit der Stromproduktion losgehen.

In der Nähe von Evora in Portugal werden Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 480 Mega-Watt aus dem Boden gestampft. Die erwartete jährliche Stromproduktion entspreche dem Energiebedarf von rund 225.000 Portugiesen, wie die Meag und APL Europe am Donnerstag mitteilten.

Die Finanzierung für die Entwicklung des Mega-Projekts sei nun erfolgreich unter Dach und Fach gebracht worden, hieß es aus München. Man könne „sofort mit der Entwicklungsphase beginnen“, erklärte Peng Zhang, Managing Director von APL Europe. Die private Investmentgesellschaft wolle ihr Portfolio insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien ausbauen, begründete Zhang die Groß-Investition, zudem stehe das Projekt im Einklang mit der europäischen Energiewende und dem Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden.

APL Europe hat nach eigenen Angaben bereits einen Netzanschlussvertrag mit dem lokalen Übertragungsnetzbetreiber Redes Energéticas Nacionais abgeschlossen. Im Laufe des nächsten Jahres werde APL Europe „weiterhin die erforderlichen Genehmigungen für das Projekt einholen und sich zusätzliche Grundstücke sichern, um die Größe des Projekts zu erhöhen“.

Benjamin Hemming, Head of Illiquid Assets Debt bei der Meag, betonte, dass der Finanzierungsansatz für den Solar-Park in Bezug auf Umfang, Struktur und Schwerpunkt „außergewöhnlich“ sei. Die Projektfinanzierung erfolgt laut Meag über eine rückgriffslose Fremdfinanzierung („non recourse“). Dazu wird eine Anleiheemission an der Interbolsa, der nach eigenen Angaben wichtigsten portugiesischen Anleihenbörse, platziert.

Gegenüber VWheute erklärt Meag, dass dieser Deal anders sei als die aus der Vergangenheit. Bisherige Finanzierungen im Bereich Erneuerbare Energien bezogen sich demnach auf baureife oder bereits realisierte Projekte. „Mit dieser Finanzierung sind wir bereits in der Entwicklungsphase – also vor dem Bau – involviert“, heißt es. Damit verbunden sei ein höheres akzeptables Risiko bei angemessen höherer Rendite und die Aussicht auf eine längerfristige Finanzierung in den folgenden Projektphasen.

Autor: VW-Redaktion

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