Hat die DFV kein Herz für Tiere?

Hundeboom in der Haftpflicht. Bild von PicsbyFran auf Pixabay.

Haben Versicherer kein Herz für Tiere? Glaubt man einem Bericht der Bild, scheint dies zumindest bei der Deutschen Familienversicherung (DFV) der Fall zu sein. So hat der Frankfurter Versicherer der Halterin eines todkranken Hundes gekündigt – und erntet dafür Kritik.

Seit 2019 bietet die Deutsche Familienversicherung eigene Policen in der Tierversicherung an, die jüngst neu gelauncht wurden. Wie die Boulevard-Zeitung nun berichtet, hat der Versicherer den Vertrag einer 44-jährigen Hundehalterin gekündigt. Deren zwölfjähriger Yorkshire-Terrier Dwain ist nun an einer Lungenfibrose erkrankt.

Das vermeintliche Problem: „Alle Beiträge wurden bezahlt. Seit März 2023 ist unser Dwain aber leider an Lungenfibrose erkrankt, muss jetzt regelmäßig Medikamente nehmen und vom Tierarzt untersucht werden. So entstanden bisher Kosten von circa 2.050 Euro. Seine Lebenserwartung ist nicht mehr hoch. Die Ärzte sprechen von Monaten. Und ausgerechnet jetzt lässt uns die Versicherung im Stich“, wird die Hundehalterin zitiert. „Wenn das die gängige Praxis der Tier-Versicherungen ist, nicht auszudenken, wie viele Tiere dann ins Tierheim kommen oder eingeschläfert werden müssen, weil die Hundehalter die Behandlungskosten nicht zahlen können“, kritisiert sie in Richtung DFV.

Gegenüber der Bild beruft sich der Versicherer hingegen auf die Allgemeinen Versicherungsbedingungen: „Tatsächlich sehen unsere Versicherungsbedingungen die Möglichkeit vor, dass die Deutsche Familienversicherung den besagten Vertrag kündigen kann. Das Unternehmen macht in dem hier vorliegendem Fall von diesem Recht Gebrauch und kündigt den Vertrag mit Beginn des 15. August 2023 bedingungskonform. Seit diesem Zeitpunkt besteht kein Versicherungsschutz mehr. Wir betonen jedoch, dass alle bis dahin […] eingereichten Rechnungen vertragskonform erstattet werden“, wird ein Unternehmenssprecher zitiert.

Autor: VW-Redaktion

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