BdV nominiert Allianz und Ergo für „Versicherungskäse des Jahres“

Der Versicherungskäse 2022 wird auch in diesem Jahr wieder vergeben.

Der Bund der Versicherten (BdV) vergibt auch in diesem Jahr wieder einen „Negativpreis“ für die Versicherungsbranche. Nun haben die Verbraucherschützer ihre Kandidaten für den „Käse des Jahres“ bekannt gegeben. Zu den „Leidtragenden“ zählen unter anderem auch manch Schwergewichte.

In der „Kidspolice“ der Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG und der Ergo Life S.A. vor allem eine Zukunft für die vermeintlich totgeglaubte fondsgebundene Rentenversicherung. Gleichzeitig würden Ängste bei der älteren Generation geschürt und an ihre Fürsorge für die Kinder und Enkel appelliert, lautet die Kritik des BdV.

Zudem erachtet der BdV den Nutzen der „Ticket-Versicherung“ der Allianz Travel (AWP P&C S.A.) als fraglich. Ticketversicherungen ersetzen – auch im Zusammenhang mit der Pandemie – nur dann den Eintrittspreis, wenn Versicherte selbst erkranken oder coronabedingt in Quarantäne müssen.

Auch das „Versicherungspaket Shopping für Inhaber der Visa-Kreditkarte der Deutschen Kreditbank AG“ (DKB) halte angeblich mehr als es verspreche. Die DKB verspreche dabei: Findet der Versicherte den gekauften Gegenstand woanders mindestens 30 Euro günstiger, erstattet der Versicherer die Differenz. Eingeschlossen im Versicherungsschutz ist außerdem eine Garantieverlängerung gegen Herstellungs- und Materialfehler.

Zur Jury gehören die Juristin und Verbraucherschützerin Edda Castelló, Sandra Klug (Juristin und Verbraucherschützerin der Verbraucherzentrale Hamburg), Britta Langenberg (Expertin Vorsorge und Versicherungen der Bürgerbewegung Finanzwende), Barbara Sternberger-Frey (Finanzexpertin und Journalistin, Redaktionsbüro Sternberger-Frey), Achim Tiffe (Vereinsmitglied beim Institut für Finanzdienstleistungen e. V. (iff) und Rechtsanwalt in der Kanzlei Juest & Oprecht).

Der Preis soll im Rahmen der Wissenschaftstagung am 1. April 2022 verliehen werden.

Autor: VW-Redaktion

3 Kommentare

  • Sagt mal ehrlich, arbeiten die Leute alle ehrenamtlich beim BdV? Denn wenn die wirklich dafür Geld bekommen, damit Sie in all den Versicherungsprodukten und unnötigen Werbeauftritten der Konzerne, sowie den MILLIONEN die in Start-up’s und Fintech’s und Insure-Tech’s gesteckt werden, sich dann darüber beschweren dass Großeltern für Enkel Vorsorgen möchten – dann leben wir echt in noch viel schlimmeren Luftblasenzeiten als man es eh schon befürchtet! … Alles heiße Luft und liebe Grüße!

  • Bei einem namhaften deutschen Lebens Versicherer mit Schweizer Wurzeln feiert man dieses Jahr den 50. Geburtstag der fondsgebundenen Altersvorsorge.
    Hunderttausende Kunden haben aus diesen Policen (mittel bis langfristiger Laufzeiten) Renditen von (selten unter) 4 % erhalten.
    Ohne Zocken in irgendwelche Investment Fonds, Kryptos, Aktien, Dafür aber mit der Gewissheit dass das biometrische Risiko Langlebigkeit mit einem garantierten Rentenfaktor abgesichert war, und es im Todesfall sowie im schlimmsten Fall die komplette Summe der eingezahlten Beiträge zurück gibt. Wer verleiht eigentlich den BDV Käse des Jahres?

  • Ich kann mich den bisherigen Kommentaren nur anschließen. Und während es mittlerweile in der Versicherungsbranche eine Beraterhaftung gibt und eine Vermögensschadenversicherung zwingend erforderlich ist, um tätig sein zu dürfen, ist es völlig unerheblich, welchen Mist Verbraucherschützer von sich geben, auch wenn sie Verbraucher beraten. Die haften für gar nichts. Wer schützt uns Verbraucher denn vor den Verbraucherschützern?

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