Kfz-Analyse: Droht die langweiligste Wechselsaison aller Zeiten?

Wie wird die Wechselsaison 2021?. Bild von Toby Parsons auf Pixabay.

Wie ausgeprägt ist die Wechsellust in der Kfz-Wechselsaison? Diese Frage ist für den Erfolg der Versicherer und Vergleichsportale entscheidend. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass die Kunden sehr zufrieden mit ihren Anbietern sind. Es steht eine langweilige Wechselsaison bevor.

Lediglich 64 Prozent  von 1.000 Befragten haben bereits mindestens einmal ihre Kfz-Versicherung gewechselt, zeigt eine Untersuchung von Getsafe und YouGov. Bei den 25- bis 34-Jährigen haben bereits 57 Prozent mindestens einmal ihre Kfz-Versicherung gewechselt.

Stolze 85 Prozent aller Nichtwechsler sind laut eigener Aussage mit ihren Anbietern zufrieden. Neun Prozent der Wechselunwilligen war der Zeitaufwand zu groß, zwei Prozent ist der Wechsel “zu komplex”.

Von den Befragten, denen ein Kfz-Versicherungswechsel zu kompliziert wäre, haben 32 Prozent in der Bundestagswahl 2017 laut eigener Angabe die CDU/CSU gewählt.

Ursachen für Change

Der Hauptgrund für eine Veränderung waren die geringeren Kosten (65 Prozent). Millennials wählten diesen Grund bis zu zehn Prozent öfter als die Älteren. Ein interessanter Fakt: Frauen wechseln seltener und haben weniger Interesse daran, sich umzuorientieren als Männer.

In der Vergangenheit haben viele Kfz-Versicherer ihren Fokus auf den Service gelegt, ob sich das lohnt, ist vor dem Hintergrund folgender Zahlen fraglich:

Warum wird gewechselt? Quelle: Gestsafe

Für die Branche spricht, wie zufrieden die Menschen mit ihrem Anbieter sind. Die Gründe für einen Wechsel sind offenbar nicht gewichtig genug.

Warum wird nicht gewechselt? Quelle: Gestsafe

Der berufliche Hintergrund und Bildung sind bei der Wechselwilligkeit von geringerer Wichtigkeit. Menschen ohne Abschluss wechseln ebenso häufig wie Personen mit “Lehre oder vergleichbarem Abschluss”. Am häufigsten wechseln Akademiker.

Wie beeinflusst das Einkommen die Wechselwilligkeit. Quelle: Getsafe

Offenbar korrespondieren Abschluss und Nettoeinkommen nicht miteinander. Die Menschen mit dem niedrigsten Nettoeinkommen haben ihre Kfz-Versicherung schon am häufigsten gewechselt (73 Prozent). Die Gruppe mit einem Nettoeinkommen von 2.500 bis unter 3.000 Euro hat wiederum am seltensten gewechselt.

Die Personen  mit dem höchsten Nettoeinkommen haben mit 35 Prozent am häufigsten angegeben, einen Wechsel ausdrücklich nicht geplant zu haben. Ein Fakt zur Wahl: Mit 69 Prozent war der Kostenfaktor den Grünen-Wähler beim Versicherungswechsel am wichtigsten.

Autor: VW-Redaktion