Investoren verabreichen Fintechs dicke Finanzspritze

Die globalen VC-Investitionen in Fintechs stiegen im ersten Halbjahr 2021 auf 52,3 Milliarden Dollar. Bildquelle: Miles Burke auf Pixabay

Fintechs stehen bei Investoren nach dem Corona-Jahr 2020 wieder hoch im Kurs. Laut einer aktuellen Analyse der Beratungsgesellschaft KPMG summieren sich die Investitionen im ersten Halbjahr 2021 auf rund 98 Mio. US-Dollar. Weltweit wurden 2.456 Deals getätigt. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2020 wurden 121,5 Mrd. US-Dollar in 3.520 Deals investiert.

Die globalen VC-Investitionen in Fintechs stiegen im ersten Halbjahr 2021 dabei besonders stark auf 52,3 Milliarden Dollar – das ist mehr als doppelt so viel wie im zweiten Halbjahr 2020 (22,5 Mrd. US-Dollar) und beinahe so hoch wie der gesamte Wert im bisherigen Rekordjahr 2018 (54 Mrd. US-Dollar).

In Deutschland stiegen die Investitionen in Fintechs im ersten Halbjahr 2021 auf insgesamt 2,5 Mrd. US-Dollar, was allerdings im internationalen Vergleich noch immer sehr niedrig sei, betont KPMG. Dies lag vor allem am Anstieg der Venture Capital-Investitionen, die höher waren als im gesamten Jahr 2020. Verantwortlich dafür ist vor allem die größte Finanzierungsrunde im ersten Halbjahr: die Kapitalerhöhung beim Online-Broker Trade Republic (mit 900 Mio. US-Dollar), gefolgt vom Digitalversicherer Wefox (mit 650 Mio. US-Dollar).

Dabei brauchen sich die Insurtechs laut KPMG-Report bei den globalen Investitionen nicht zu verstecken. Diese haben nach Angaben der Beratungsgesellschaft im ersten Halbjahr 2021 rund 7,1 Mrd. US-Dollar eingesammelt. Highlight war dabei die Finanzierungsrunde für das Schweizer Start-up Wefox mit 650 Mio. US-Dollar. Laut einer Analyse von Willis Towers Watson sind die Investitionen in Versicherungs-Start-ups im ersten Halbjahr 2021 auf ein neues Rekordhoch von 7,4 Mrd. US-Dollar gestiegen. Damit ist bereits zur Jahreshälfte die Investitionssumme des gesamten Vorjahres und auch aller zuvor erhobenen Jahre seit 2010 erreicht.

Entscheidender Treiber dafür waren die Zukäufe von etablierten Konzernen, die durch die Corona-Krise noch verstärkt wurden. So habe der Druck zur Transformation auch im Finanzwesen nochmal zugenommen – frei nach dem Motto: Der digitale Wandel geht schneller voran, wenn man einen externen Partner unter den Finanz-Start-ups findet.

Autor: VW-Redaktion

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