Krisenfeste Geschäftsumfelder: Dänemark führend, Deutschland auf Platz vier

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Das Thema Resilienz hat 2020 vor dem Hintergrund unterbrochener Lieferketten, politischer Spannungen und Klimarisiken für viele multinationale Unternehmen wesentlich an Bedeutung zugenommen. Laut einem aktuellen Report von FM Global profitiert Dänemark besonders von einem resilienten Geschäftsumfeld.

Damit haben die Skandinavier die Führungsposition vom nordischen Nachbarn Norwegen übernommen. Deutschland nimmt weiterhin den vierten Platz ein, wohingegen die Schweiz von Platz Zwei auf Platz Fünf fällt. Österreich befindet sich unverändert auf dem achten Platz.

Dänemark sei laut Analyse bekannt für seine hohe Lebensqualität, hervorragenden Bildungsstandard sowie für das hohe Niveau der Gesundheitsversorgung und Einkommensgleichheit. In der diesjährigen Einstufung zeigt sich aufgrund einer Verbesserung in den Bereichen Produktivität, Risikoqualität, Brandrisiken und Abhängigkeit von Erdöl (wodurch die Anfälligkeit für Ölschocks abgebildet wird) eine erhöhte Resilienz des Landes.

“In den vergangenen Jahren setzten zahlreiche global tätige Unternehmen vorrangig auf Wirtschaftlichkeit, Tempo und kurzfristige Gewinne. Das Ausnahmejahr 2020 führte der Welt vor Augen, dass es vielmehr auf Qualitäten wie Resilienz ankommt, um sich von Lockdowns, Demonstrationen und klimabedingten Geschäftsunterbrechungen zu erholen oder den Betrieb während dieser Zeit sogar fortzuführen. Tatsächlich hat sich der Faktor Resilienz schon immer auf den Gesamtwert eines Unternehmens ausgewirkt. Die Ereignisse des vergangenen Jahres betonen dies erneut in aller Deutlichkeit.”

Eric Jones, Vice President, Global Manager, Business Risk Consulting bei FM Global

Auch Luxemburg gehört mit Platz Drei zu den Ländern mit der höchsten Geschäftsresilienz. Damit zählen insgesamt neun Staaten Westeuropas zu den zehn führenden Ländern des diesjährigen FM Global Resilience Index. Allein die Zentralstaaten der USA bilden die Ausnahme, belegen wie im Vorjahr Platz Neun und schaffen es somit ebenfalls unter die zehn Länder und Regionen mit den höchsten Index-Platzierungen.

Größter Verlierer der diesjährigen Einstufung ist der Oman, der aufgrund einer Verschlechterung in den Bereichen Produktivität und Abhängigkeit von Erdöl von Platz 57 auf Rang 69 rutscht.

Autor: VW-Redaktion

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