Studie: Deutsche Autofahrer hadern mit Fahrerassistenzsystemen

Quelle: Bild von Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay

Fahrassistenten im Auto sollen eigentlich nicht nur mehr Fahrkomfort, sondern auch mehr Sicherheit bieten. Bei den Autofahrern selbst herrscht allerdings noch viel Skepsis, wie eine aktuelle Umfrage des Direktversicherers DA Direkt belegen soll.

Demnach hat derzeit jeder zweite deutsche Autofahrer (51 Prozent) in Gefahrensituationen kein Vertrauen in die aktuelle Assistenztechnik. Mehr als jeder Dritte (37 Prozent) befürchtet eine gefährliche Ablenkung. Hinzu kommt, dass nur jeder Fünfte (22 Prozent) die automatisierte Technik derzeit für ausgereift hält.

Zudem sein ein Viertel (26 Prozent) der Autofahrer skeptisch in Bezug auf den in Aussicht gestellten Sicherheitsgewinn und sieht aktuell keinerlei Vorteile in der Technik. Daher sei es laut DA Direkt nicht überraschend, dass die Hälfte der Befragten (50 Prozent), die über eine entsprechende System-Ausstattung in ihrem Auto verfügen, die Kontrolle über das Fahrzeug gar nicht erst abgeben will.

Und dennoch: Immerhin sind laut Umfrage bereits 39 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass die innovativen Assistenzsysteme zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr führen. Jeder Dritte (36 Prozent) ist zuversichtlich, dass aufgrund der automatisierten Technik künftig weniger Unfälle passieren werden.

Flirts sorgen für Ablenkung

Eine weitere gefährliche Erkenntnis: Mehr als die Hälfte (60 Prozent) der Autofahrer häufig bis sehr häufig während der Fahrt abgelenkt sind. Dabei nicht zu unterschätzen: der Einfluss anderer Verkehrsteilnehmer. Denn häufig sind es für die Befragten schlicht andere Autofahrer, die für Ablenkung sorgen. Laut Untersuchung sind 37 Prozent der Deutschen im Straßenverkehr durch andere Autofahrer abgelenkt, jeder Dritte wird durch Fahrradfahrer abgelenkt. Fußgänger sorgen immerhin noch bei 16 Prozent der Befragten für Ablenkung.

Bei jedem vierten Autofahrer in Deutschland (24 Prozent) führe dies dazu, dass er die Aufmerksamkeit für den Straßenverkehr verliert. Rund jeder achte Autofahrer (13 Prozent) lässt sich dabei durch die Bedienung des Navigationsgerätes während der Fahrt stark ablenken. Für fehlende Aufmerksamkeit sorgen auch die Angewohnheiten während der Fahrt zu essen und zu trinken (zwölf Prozent) oder aus dem Autofenster heraus zu flirten (neun Prozent).

Wenig überraschend: Gerade jünger Leute sind durch Nutzung des Smartphones während der Autofahrt besonders abgelenkt. Im Gegensatz zum Durchschnittswert von 18 Prozent, nutzt bei den 18 bis 29-Jährigen mehr als jeder Dritte (37 Prozent) bei jeder oder fast jeder Fahrt das Smartphone.

Mit dem Smartphone schreiben 59 Prozent der jungen Leute während der Fahrt Nachrichten und fast jeder zweite (45 Prozent) nutzt das Smartphone, um während der Fahrt Fotos zu schießen und zu versenden.

Autor: VW-Redaktion

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