„Black Lives Matter“: Lloyd’s of London bereut seine Rolle im Sklavenhandel

Quelle: Underwriting-Saal bei Lloyd's of London

Lloyd’s of London hat eine bittere Vergangenheit. Im 18. und 19. Jahrhundert förderte der heutige Versicherungsmarkt den atlantischen Sklavenhandel. Eine „beschämende Rolle“, wie man heute zugibt. Jetzt kommt die Entschuldigung. Im Zuge der „Black Lives Matter“-Bewegung wolle man Zeichen pro Gleichberechtigung setzen und entsprechende Hilfsorganisationen finanziell unterstützen.

„Wir bereuen die Rolle, die Lloyd’s im Sklavenhandel des 18. und 19. Jahrhunderts gespielt hat – einer entsetzlichen und beschämenden Periode der englischen Geschichte sowie unserer eigenen“, teilte das Unternehmen mit. Aktuelle Ereignisse hätten ein Schlaglicht auf die Ungleichbehandlung geworfen, die schwarze Menschen über viele Jahre infolge von systematischem und strukturellem Rassismus erlebt haben. Dies habe schwierige Diskussionen ausgelöst, die längst überfällig waren.

Programme für Fairness

Lloyd’s kündigte an, Hilfsprogramme zu unterstützen, um Schwarze und die Angehörigen ethnischer Minderheiten als Mitarbeiter zu gewinnen. Man wolle zudem Organisationen finanziell unterstützen, die sich für die Gleichstellung dieser Gruppen einsetzen.

Der Sklavenhandel über den Atlantik war die größte bekannte Verschleppung von Menschen in der Geschichte. Dabei wurden Waffen und Schwarzpulver aus Europa gegen Millionen afrikanischer Sklaven getauscht, die dann nach Amerika gebracht wurden. Die Schiffe kehrten mit Zucker, Baumwolle und Tabak zurück.

Der Tod des Afroamerikaners George Floyd am 25. Mai in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota löste auch in Europa Protestbewegungen aus. Der 46-jährige wurde durch eine gewaltsame Festnahme getötet.

Autor: VW-Redaktion

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