Porazik: „Der einzelne Vermittler kann vor allem optimistisch bleiben“

Norbert Porazik, Geschäftsführender Gesellschafter bei Fonds Finanz. Quelle: Fonds Finanz Maklerservice GmbH

Die Corona-Pandemie wirkt sich spürbar auf das Geschäft der Vermittler aus. Dennoch beobachte man „derzeit, dass das Bedürfnis nach Sicherheit sogar stark gestiegen ist und deshalb vermehrt Versicherungen angefragt und abgeschlossen werden“, konstatiert Norbert Porazik, Geschäftsführender Gesellschafter bei Fonds Finanz, im Exklusiv-Interview mit VWheute.

VWheute: Wie beeinflusst Corona die Arbeit des Vermittlers?

Norbert Porazik: Corona und die damit verbundenen Veränderungen beeinflussen die Arbeit der Vermittler dahingehend, dass sie sich verstärkt der Online-Beratung widmen und über diesen Weg noch näher an ihre Kunden heranrücken müssen.

Die face-to-face Beratungen nehmen ab, aber der Bedarf bleibt. Wir beobachten derzeit, dass das Bedürfnis nach Sicherheit sogar stark gestiegen ist und deshalb vermehrt Versicherungen angefragt und abgeschlossen werden. Vermittler sind als Sachwalter ihrer Kunden deshalb gerade jetzt wichtige Ansprechpartner.

Dabei müssen sie sich auch mit bestimmten Produkten, Schadenszenarien und Leistungsfällen auseinandersetzen, die bislang weniger relevant waren.

VWheute: Welche Gegenmaßnahmen können ergriffen werden – oder muss das ausgesessen werden?

Norbert Porazik: Das, was Vermittler aktuell tun können, ist, die Situation anzunehmen und das Beste daraus zu machen. Dazu gehört zuvorderst, sich mit den veränderten Bedürfnissen der Kunden auseinanderzusetzen. Wir stehen ihnen dabei mit umfassenden Informationen, innovativen Tools und lösungsorientierten Hilfestellungen verlässlich zur Seite.

Über Newsletter und Social Media werden unsere Vermittler über alle aktuellen Entwicklungen bei der Fonds Finanz auf dem Laufenden gehalten, damit sie sicher sein können, dass der Betriebsablauf nach wie vor gewährleistet ist und sie ihrer Arbeit uneingeschränkt nachgehen können.

In einem Spezial-Webinar zum Thema Corona von den Fachanwälten Tobias Strübing und Norman Wirth erfahren sie alles zu den staatlichen Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen, zur Beantragung von Kurzarbeit und zur möglichen Maklerhaftung im Zusammenhang mit Betriebsschließungsversicherungen.

Darüber hinaus geben wir unseren Vermittlern ab dem 25. März die führende, leistungsstarke Online-Beratungs-Software von Bridge an die Hand. Mithilfe der kostenfreien Premium Version werden sie in kürzester Zeit zu erfolgreichen Online-Vermittlern. Zusätzliche Online-Schulungen von JOW machen sie fit für die Kundenakquise – jetzt und in Zukunft.

Unsere eigenen Tools, die wir ihnen im Rahmen unserer Tooltour präsentieren, helfen ihnen dabei, ihre Vertriebschancen bestmöglich zu nutzen. Unter www.fondsfinanz.de/einstuecksicherheit erfahren sie zudem, welche Versicherungen gerade besonders gefragt sind. Und zu guter Letzt erarbeiten wir derzeit neue vertriebsfreundliche Stornoregelungen für die Versicherungssparten, insbesondere für die Sparte Leben.

VWheute: Welche Einbußen erwarten Sie auf der Seite des Vermittlers? Kann der momentane Verlust im Jahresverlauf aufgefangen werden?

Norbert Porazik: Derzeit haben wir nicht den Eindruck, dass sich das Geschäft negativ entwickelt – im Gegenteil. Nach wie vor haben wir ein – teilweise deutliches – Wachstum in allen unseren Sparten zu verzeichnen. Das spricht dafür, dass weiterhin beziehungsweise sogar vermehrt, Versicherungen angefragt und abgeschlossen werden.

VWheute: Was kann der einzelne Vermittler tun?

Norbert Porazik: Der einzelne Vermittler kann vor allem optimistisch bleiben. Natürlich sind die Umstände gerade nicht einfach, aber es gibt keinen Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Wir stehen unseren Vermittlern gerade jetzt mit unserem gesamten Know-how und unseren umfassenden Services besonders eng zur Seite. Das Wichtigste dabei: Die Fonds Finanz kann alle ihre vertriebsunterstützenden Angebote vollumfänglich aufrechterhalten, egal was passiert.

Die Antragsabwicklung, die Abrechnung und die generelle Funktionsfähigkeit der IT-Systeme sind selbstverständlich gewährleistet. Damit ist auch die Auszahlung von Provisionen jederzeit sichergestellt. Wir arbeiten momentan zudem daran, unsere Online-Services massiv auszubauen. Die „MMM-Messe digital“ ist ein Beispiel dafür, aber auch die Ausweitung unserer e-Learning-Angebote schreitet voran.

Zudem aktualisieren wir die Schulungsfilme rund um Online-Tools, wie der elektronischen Unterschrift, und prüfen derzeit, ob wir unseren Vermittlern noch zusätzlich Tools kostenfrei zur Verfügung stellen können.a

VWheute: Welche Auswirkungen erwarten Sie auf Jahressicht?

Norbert Porazik: Wie schon gesagt, entwickelt sich unser Geschäft nach wie vor sehr gut. Nichtsdestotrotz ist eine Prognose auf Jahressicht aktuell zu früh, da wir unmöglich voraussagen können, wie sich die nächsten Wochen und Monate entwickeln.

VWheute: Ist der Online-Vertrieb der Gewinner der Corona-Krise oder sind die Menschen zu abgelenkt, um derzeit an Versicherungen zu denken?

Norbert Porazik: Siehe Antwort zu Frage 1.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Maximilian Volz.

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