USA: Hacker sorgen für Preisexplosion

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Die steigenden Schäden durch Hacker lassen die Preise für Cyber-Versicherungen in den USA steigen. Die Prämien werden um bis zu einem Viertel angehoben, offenbar ist auch die Allianz unter den Anpassungswilligen.

Die US-Anbieter haben oder werden ihre Preise für die Cyberversicherung um bis zu 25 Prozent anheben. Weiterhin wird versucht, das Risiko bei besonders gefährdeten Kunden zu begrenzen, berichtet investing.com mit Verweis auf die Nachrichtenagentur Reuters.

Weniger Angriffe, höhere Schäden

Die Zahl der „Ransomware“-Angriffe ist zwar gesunken, aber die Schadensoftware ist ausgeklügelter und dadurch schwieriger aus dem System zu entfernen. Zudem steigen die Forderungen der Erpresser, die die Schadprogramme auf den fremden System platzieren.

„Ransomware wird immer ausgeklügelter und gefährlicher“, sagt Adam Kujawa, Direktor bei Malwarebytes, einer IT-Sicherheitsfirma. Im Schnitt erpressten Hacker im dritten Quartal mehr als 41.000 Dollar, wie Coverware berichtet, ein Unternehmen, das sich auf Verhandlungen mit Hackern spezialisiert hat. Allein der Umstand, dass es solche Unternehmen gibt, ist ein besorgniserregend.

Zunehmend würden Mittelständler in den Fokus der Hacker geraten, denn deren IT-Systeme seien einfacher angreifbar als die von großen Unternehmen – zudem gibt es mehr Ziele in diesem Segment.

Versicherer fordern von ihren Kunden mittlerweile in höherem Maße spezielle IT- Schutzmaßnahmen, die verhindern sollen, dass sich Schadsoftware in ihren Netzwerken ausbreiten kann.

Hacker in Potsdam?

Wie gefährlich Hacker auch hierzulande sind, zeigt der Fall in Potsdam. Die Stadtverwaltung der brandenburgischen Landeshauptstadt hat laut Spiegel „möglicherweise zu spät“ auf eine seit Dezember bekannte Sicherheitslücke in der Fernzugriffs-Software des IT-Anbieters Citrix reagiert. Die Server der Stadt wurden abgeschaltet, nachdem zuvor „zahlreiche Ungereimtheiten“ im System festgestellt worden sind. Ob Schadensoftware zum Einsatz kam und wie hoch der Schaden sein wird, war zu Redaktionsschluss unklar.

Autor: VW-Redaktion

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