DFSI: WWK Leben und Europa sind die zukunftssichersten Lebensversicherer

Quelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Hat die Lebensversicherung überhaupt noch eine Zukunft? Ja, wenn man einer Studie des Deutschen Finanz-Service Instituts (DFSI) glauben will. Dafür wollen die Analysten insgesamt 60 Lebensversicherer einem „harten Faktencheck“ unterzogen haben. Das Ergebnis: Die WWK Leben ist am besten für die Zukunft gerüstet ist. Auf den Plätzen zwei und drei: die Huk-Coburg Leben und die Ideal Leben.

Mit HUK-Coburg Leben und Ideal Leben erzielten zwei weitere Unternehmen zudem die Gesamtnote „Sehr Gut“. Bei den Direktversicherern erzielte die Europa Leben als einziges Unternehmen in der Gesamtwertung die Bestnote „Exzellent“. Auf Platz zwei folgte hier die Hannoversche Leben mit einem „Sehr Gut“.

Mit der Gesamtnote „Gut“ wurden insgesamt 44 Versicherer bedacht – darunter auch Marktführer Allianz Leben. Zehn Versicherer boten in Sachen Zukunftssicherheit insgesamt nur „Befriedigende“ Leistungen. Und mit dem Run-Off Frankfurt Münchener Leben kam ein Unternehmen sogar über ein „Ausreichend“ nicht hinaus.

Quelle: „obs/DFSI Ratings GmbH“

Wie bereits in den Vorjahren hat das DFSI insgesamt fünf Bereiche eingehend untersucht: die Substanzkraft eines jeden Lebensversicherers, seine Ertragsstärke, die Kundenzufriedenheit, die Bestandssicherheit sowie die Kundenperformance. Dabei scheinen die Unterschiede zwischen den einzelnen Unternehmen weit auseinander zu gehen.

Insgesamt sieben der 60 untersuchten Lebensversicherer haben demnach so wenig Substanzkraft, dass sie die eigentlich geforderten gesetzlichen Solvabilitätsquoten nur mithilfe von derzeit noch zulässigen Übergangsmaßnahmen erreichen. Und 28 Versicherer schafften es nicht einmal, eine Rohüberschussmarge von mindestens 1,0 Prozent zu erzielen.

„Ein für diese Gesellschaften fatales Ergebnis, denn aus der Rohüberschussmarge müssen die nicht garantierten Kundenüberschüsse bedient werden – und bei Versicherungs-AGs auch die Aktionäre“, erläutert Sebastian Ewy, Senior Analyst beim DFSI.

Verschärfend hinzu komme zudem der Trend bei diesen Gesellschaften, den Aktionären immer größere Anteile des Rohüberschusses zukommen zu lassen. „Diese teils eklatante Bevorzugung der Aktionäre wird oft durch eine gleichzeitige Reduzierung der Gewinnbeteiligung der Kunden erzielt“, ergänzt DFSI-Geschäftsführer Thomas Lemke.

Hinzu komme, dass die Bestände der Lebensversicherer immer mehr ausbluten. Lediglich bei 19 Service-Versicherern wächst die Anzahl der Kunden noch. Bei der Studie des vergangenen Jahres stiegen die Vertragszahlen noch bei 21 Service-Versicherern und 2017 sogar bei 24. „Keine gute Entwicklung“, findet DFSI-Studienleiter Ewy. „Vielen Versicherern laufen die Kunden weg.“

Etwas günstiger sieht die Lage jedoch bei den vier Direkt- und Biometrie-Versicherern aus. Immerhin drei dieser Gesellschaften verzeichnen steigende Vertragszahlen. Naturgemäß ist das bei Run-Offs jedoch anders: Hier verringert sich bei jedem der vier betrachteten Unternehmen die Zahl der Verträge.

Autor: VW-Redaktion

Ein Kommentar

  • Eher gute Comedy wenn da ein Unternehmen oben steht, das mit die niedrigste Gesamtverzinsung aufweist (1,9% mit laufender ÜB), das sehr geringe Reserven auf Kapitalanlagen besitzt, das 2018 über 10% Storno aufwies, die BU-Kunden ausbluten ließ und mit die höchsten Kosten am Markt zeigt! Klar dass man sich auch heute noch Neugeschäft kaufen kann über hohe Provision, zukunftsfähig gehr aber komplett anders

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