BKA: Zahl der Cyberdelikte steigt weiter

Hacker

Quelle: Pete Linforth / Pixabay

Die Zahl der Cyberangriffe ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) wurden 2019 rund 87.000 Fälle von Cybercrime von der Polizei erfasst, ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ein Anstieg von rund fünf Prozent (271.864 Fälle) war auch bei der Zahl der Straftaten zu verzeichnen, bei denen 2018 das Internet als Tatmittel genutzt wurde.

Dabei sei die Dunkel-Ziffer allerdings deutlich höher, da Cyber-Angriffe oft gar nicht bemerkt oder nicht zur Anzeige gebracht werden, weil es den Opfern oft peinlich sei, wies BKA-Vizepräsident Peter Henzler bei der Vorstellung des Bundeslagebild Cybercrime in Wiesbaden hin.

Quelle: Statista

Insgesamt habe die Cyberkriminalität habe 2018 einen Schaden von 61,4 Mio. Euro verursacht. Allein im letzten Jahr seien 22.051 Tatverdächtige ermittelt worden. Die Aufklärungsquote sank gegenüber 2017 jedoch um 1,4 Prozentpunkte auf knapp 39 Prozent. 

Nach Angaben des Digitalverbandes Bitkom kosten Cyberattacken die deutsche Wirtschaft jährlich mehr als 100 Mrd. Euro. So haben digitale Angriffe haben in den vergangenen beiden Jahren bei 70 Prozent der Unternehmen einen Schaden verursacht. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 waren es erst 43 Prozent. Demnach sei der entstandene Schaden durch Cyberattacken fast doppelt so hoch wie noch vor zwei Jahren (2016/2017: 55 Milliarden Euro p.a.).

Autor: VW-Redaktion

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