Generation Z für Versicherer: Zukunftsträchtig, aber anspruchsvoll

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Die Generation Z ist für Finanzdienstleister eine durchaus zukunftsträchtige Zielgruppe – allerdings nicht einfach für sich zu gewinnen. Laut einer aktuellen Analyse von Nordlight Research hat die Branche vor allem ein großes Imageproblem.

Allerdings sei die kritische Haltung überwiegend sozial und medial „vererbt“ ist und weniger eigener negativer Erfahrung entspringt. Zudem scheinen viele jüngere Menschen durchaus offen für entsprechende Angebote zu sein, wenn diese ihre spezifische Lebenssituation widerspiegeln und vor allem die persönliche Autonomie unterstützen. Zugleich zeigt sich die „GenZ“ in ihren Motiven, Erwartungen, Lebenswelten und Kommunikationsvorlieben weitaus differenzierter und heterogener als oft dargestellt.

Quelle: NLR

Dennoch stellen Digitale Devices, Anwendungen und Kommunikationsformen fürr die digital großgewordene „GenZ“ im Alltag keinen besonderen Anreiz oder Wert an sich dar. Vielmehr werden diese als selbstverständliche Mittel zum Zweck eingesetzt und vorausgesetzt, heißt es in der Studie weiter. Grenzen, fehlende Passung oder mangelnder Nutzen digitaler Angebote von Finanzdienstleistern werden schnell erkannt; bisweilen auch als „peinlich“ entlarvt.

„Digitale Kanäle sollten gezielt weiter ausgebaut werden, der menschliche Faktor und die
Präsenz vor Ort dürfen dabei nicht vernachlässigt werden – auch mit speziellem Blick auf die
´GenZ´“.

Jutta Rothmund, Studienleiterin

Zudem sei persönliche Beratung keineswegs out. Gefragt seien dabei vor allem vor allem autonomiefördernde, ergebnisoffene Informations- und Beratungsansätze, die Barrieren abbauen und nicht vorschnell auf den Verkauf bestimmter Produkte aus sind. Frühzeitiger Aufbau signifikanter, vertrauensvoller Kundenbeziehungen erhöht zugleich die Chancen auf späteres Cross- und Up-Selling.

Und dennoch: Imagemäßig zunächst weniger vorbelastete Fintechs, Insurtechs oder branchenfremde Digitalunternehmen müssen derweil erkennen, dass „reine“ Digitalstrategien auch in der „GenZ“ keine automatischen Selbstläufer sind, teils auch nur Nischenpotenziale haben, heißt es in der Studie weiter.

Autor: VW-Redaktion