Lassen die BU-Versicherer ihre Kunden im Regen stehen?

Justitia. Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

Kritik an der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist so alt wie das Produkt selbst. Eine BU sei in vielen Fällen nur „eine Streitoption für den Leistungsfall“, erklärte kürzlich Claus-Dieter Gorr vom Informationsdienstleister PremiumCircle. Ähnlich kritisch äußert sich nun auch die Webseite anwalt.de und zitiert einen Advokaten.

Gorr ist mit seiner Kritik an der BU nicht allein. Viele Menschen würden die BU als Absicherung gegen die finanziellen Folgen einer schweren Erkrankung abschließen, heißt es in einem Text auf anwalt.de. Weiter heißt es: „Tritt der Versicherungsfall dann tatsächlich ein, werden viele Betroffene von Ihrer Versicherung sprichwörtlich im Regen stehen gelassen, wie Herr Rechtsanwalt Dr. Perabo-Schmidt […]  berichtet.“

Viele Versicherer würden regelrecht darauf spekulieren, „dass der Versicherungsnehmer, der gesundheitlich ohnehin schon angeschlagen ist“, es nicht „auf einen Rechtsstreit ankommen lassen wird“, schreibt anwalt.de weiter. Eine Ablehnung der Leistung durch den Versicherer sollten die Betroffenen „auf keinen Fall einfach so hinnehmen“, rät der Rechtsanwalt laut der Webseite.

Studie widerlegt die Vorwürfe

Gegen die Kritik spricht, dass die BU- Leistungsquote über 80 Prozent betrage, bei schweren Erkrankungen sei sie höher. Das zeigt eine Studie vom Franke und Bornberg. Leistungsverweigerung sehe anders aus, schreiben die Prüfer, stellen aber auch Mängel der Anbieter fest. Die Untersuchung decke „mehr als die Hälfte aller Leistungsfälle des Jahres 2017“ ab.

Autor: VW-Redaktion