Bäte baut Stress ab

CEO Oliver Bäte verteidigt seine Errungenschaften bei der Allianz (Bildquelle: Allianz)

Eine Innenarchitektin aus München hat für Oliver Bäte sowohl die privaten Räume als auch die Geschäftsräume der Allianz eingerichtet. Der Allianz-CEO soll dabei stets immer ein gewichtiges Wort mitgeredet haben. Da es bei den konzerneigenen Projekten anscheinend nicht so gut läuft, sei es eine willkommene Abwechslung, schreibt das Manager-Magazin.

Wie das Wirtschaftsmagazin berichtet, soll er maßgeblich am geplanten Umbau der Vorstandsetage in der denkmalgeschützten Konzernzentrale beteiligt sein. Auch in die Gestaltung der Blumenrabatte „des für
Vorstandsklausuren genutzten Konzernanwesens auf der Gemarkung der oberbayerischen Gemeinde Miesbach“ soll er sich persönlich eingebracht haben. Selbst beim Ausbau der Hotelanlage auf Weingut San Felice in der Toskana – ebenfalls im Besitz der Allianz – soll er mitgewirkt haben.

Wesentliche Unterstützung soll er dabei durch Gabriela Raible-von Lüttichau erhalten. Laut Bericht des Wirtschaftsmagazins soll die Innenarchitektin bereits seit 1997 des Öfteren für den Versicherungskonzern tätig sein. Wichtigster Auftraggeber scheint der Konzernchef selbst zu sein. Zu den gestalterischen Aufträgen gehören etwa New-Work-Flächen, ein durchgestyltes Bistro oder eine weitläufige Servicelounge. Dazu zählt laut Manager-Magazin auch das „großzügig angelegte Casino in der Zentrale
am Englischen Garten“. Laut Website der Innenarchitektin soll Raible-von Lüttichau allein 5.000 Quadratmeter für die Allianz veredelt haben.

Etwas Ablenkung dürfte Bäte jedenfalls dringend nötig haben. Allein der Skandal um den US-Hedgefonds Structured Alpha hat seine Spuren hinterlassen und am bislang eher makellosen Image gekrazt. Auch das digitale Erneuerungsprogramm scheint laut Bericht des Wirtschaftsmagazins eher zu stagnieren. So verkaufe die Allianz noch immer einen Goßteil ihrer Policen über die klassischen Vertriebswege – sprich Vermittler, Makler und Banken. Der Anteil der digitalen Kanäle stagniere demnach nahezu konstant auf zehn Prozent. Wenig verwunderlich eigentlich, wenn man die aktuellen Probleme um die Direktversicherungstochter Allianz Direct anschaut.

Sicher scheint jedenfalls, dass Bäte neben seinen strategischen Entscheidungen wohl auch durch seine Bauprojekte in die Geschichte des Allianz-Konzerns eingehen wird.

Autor: VW-Redaktion

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