Ergo-Vorstand Bläser: „Sehen eine deutliche Sensibilisierung bei der Elementarschadenabsicherung“

Olaf Bläser, Vorstandschef der Ergo Beratung und Vertrieb, Quelle: Ergo

Geht es nach den Regierungschefs der Bundesländer, soll es in Deutschland bald eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden geben. Glaubt man Ergo-Vorstand Olaf Bläser, gebe es derzeit „eine deutliche Sensibilisierung bei der Elementarschadenabsicherung in der Wohngebäudeversicherung. Im Moment bekommen wir über 70 Prozent aller Anträge mit Elementardeckung.“

„Das Schwierige bei der Hausratversicherung ist die Frage, ob ein Haushalt im vierten Stock eines Mehrfamilienhauses wirklich eine Elementardeckung benötigt. Denn dort wird bei Starkregen die Betroffenheit geringer sein. Bei Einfamilienhäusern haben wir hingegen einen deutlichen Anteil von Elementareinschlüssen. Die Quoten gehen hier Richtung 65 Prozent, beim Hausrat“, konstatiert der Versicherungsmanager im Gespräch mit Cash-Online.

Immerhin: Laut einer repräsentativen Erhebung des ZEW Mannheim befürworten immerhin mehr als zwei Drittel der rund 5.000 befragten Haushalte eine entsprechende Versicherungspflicht. Auch der Bund der Versicherten (BdV) macht sich für ein kollektives Pflichtsystem als Poollösung stark. Demnach sollen die Bundesländer zusammen mit der Versicherungswirtschaft einen Pool bereitstellen und durch einen Zuschlag auf die Grundsteuer finanzieren. Danach werden alle Gebäudeeigentümer mit höheren Grundsteuern belastet, mit denen ein von den Ländern organisierter Risikopool finanziert werden könne. 

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hatte sich hingegen jüngst aber gegen eine „singuläre Pflichtversicherung“ bei Naturgefahren ausgesprochen. Vielmehr schlägt der Branchenverband vor, Überschwemmungsschäden obligatorisch in neuen privaten Wohngebäudeversicherungen anzubieten.

Autor: VW-Redaktion

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