Getötete Kamerafrau: Angehörige verklagen Alec Baldwin

Alex Baldwin ist als Co-Produzent mitverantwortlich für die schockierenden Sicherheitsverstöße beim Dreh, besonders beim Umgang mit Waffen. (Quelle: Gage Skidmore/flickr/https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)

Die tödlichen Schüsse auf Kamerafrau Halyna Hutchin hat nun auch juristische Konsequenzen: Die Angehörigen der 42-Jährigen haben nun eine Klage eingereicht. Alec Baldwin und anderen Mitwirkenden wird darin grob fahrlässiges Verhalten vorgeworfen. Das „rücksichtslose Verhalten und die Sparmaßnahmen“ von Baldwin und den Filmproduzenten hätten zum Tod von Halyna Hutchins geführt, konstatiert Anwalt Brian Pannish. Springt die Versicherung ein?

Im Oktober 2021 hatte der US-Schauspieler die Kamerafrau versehentlich mit einer Requisitenwaffe getötet. Der 48-jährige Regisseur und Autor Joel Souza kam mit Verletzungen ins Krankenhaus. Laut Polizeibericht soll Baldwin wohl mehrere Schüsse bei den Dreharbeiten mit einer Requisitenwaffe abgefeuert haben. Allerdings habe dieser laut einem Bericht von Tagesschau.de nicht gewusst haben, dass die Waffe – anstatt mit Platzpatronen – mit echten Patronen geladen war. 

In einem Interview mit ABC News im Dezember 2021 hatte Baldwin gesagt, er empfinde unglaubliche Traurigkeit, aber keine Schuld. „Jemand ist für das, was passiert ist, verantwortlich, und ich kann nicht sagen, wer das ist, aber ich bin es nicht“, sagte Baldwin. 

Die „Rust“-Filmproduktion ist Medienberichten zufolge mit einer Summe von zwei Mio. US-Dollar versichert. Nach Insiderangaben umfasst der Versicherungsschutz eine Haftpflichtversicherungsbescheinigung, mit bis zu einer Mio. US-Dollar für Kosten im Zusammenhang mit Verletzungen und Schäden am Set sowie mit einer weiteren Mio. Dollar für Arbeitnehmerentschädigung. Zudem beinhaltet die Police eine zusätzliche kommerzielle „Umbrella“-Deckung in Höhe von fünf Mio. US-Dollar, sodass sich der Versicherungsschutz auf insgesamt sechs Mio. US-Dollar beläuft.

Autor: VW-Redaktion

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