Tödlicher Unfall: US-Schauspieler Alec Baldwin erschießt versehentlich Kamerafrau

Der Hollywoodschauspieler Kevin Spacey steht unter Druck. Bildquelle: David Mark auf Pixabay

Tödlicher Unfall am Filmset: US-Schauspieler Alec Baldwin hat während eines Drehs zu seinem Film “Rust” in New Mexico mit einer Requisitenwaffe die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchin erschossen. Der 48-jährige Regisseur und Autor Joel Souza kam mit Verletzungen ins Krankenhaus.  Strafrechtliche Vorwürfe wurden nach Angaben der Polizei bislang nicht erhoben.

Laut Polizeibericht soll Baldwin wohl mehrere Schüsse bei den Dreharbeiten mit einer Requisitenwaffe abgefeuert haben. Allerdings habe dieser laut einem Bericht von Tagesschau.de nicht gewusst, dass die Waffe – anstatt mit Platzpatronen – mit echten Patronen geladen war. Die Polizei will weitere Zeugen vernehmen, der Dreh ist auf unbestimmte Zeit unterbrochen. “Die gesamte Besetzung und die Crew sind von der heutigen Tragödie zutiefst erschüttert. Wir haben die Dreharbeiten auf unbestimmte Zeit unterbrochen und kooperieren voll und ganz mit der Polizei von Santa Fe und deren Ermittlungen”, teilte die Produktionsfirma laut US-Medien mit.

Allerdings handelt es sich dabei nicht um den ersten Vorfall dieser Art an einem Filmset. Allein zwischen 1990 und 2014 ereigneten sich rund 200 Unfälle an Film- und TV-Sets. So wurde der Schauspieler Jon-Erik Hexum am 18. Oktober 1984 am Set der Fernsehserie “Cover Up” getötet, als er sich versehentlich mit einer mit Platzpatronen geladenen Waffe in den Kopf schoss. Dabei war der Druck so stark, dass die Verletzungen am Kopf tödlich waren. Außerdem starb Brandon Lee, der Sohn der Kampfsportlegende Bruce Lee, im Jahr 1993 am Set des Films “The Crow” bei einem Zwischenfall mit einer Requisitenschusswaffe. Beide Vorfälle seien als Unfall gewertet worden.

Auch in Deutschland kam es 2012 zu einem ähnlichen Vorfall, als Schauspieler Edgar Selge bei Dreharbeiten für einen ZDF-Krimi versehentlich seinen Kollegen angeschossen hatte. Zwei Jahre später musste die Gothaer für den Drogentod der Schauspielerin Maria Kwiatkowsky aufkommen. Da sie im Kinofilm “Die Erfindung der Liebe” eine Hauptrolle spielte, musste das Drehbuch nach ihrem Tod umgeschrieben und nicht fertig gedrehte Szenen mussten neu besetzt werden. Die Mehrkosten von 759.000 Euro machte die Produktionsfirma schließlich bei der Gothaer geltend. Erst nach einem langen Prozess einigten sich der Versicherer und die Filmfirma vor dem Oberlandesgericht Köln auf einen Vergleich von rund 550.000 Euro.

Autor: VW-Redaktion

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