Klimaforscher: „Klimaaktivisten stellen viele Forderungen, sagen aber nicht, wie sie erfüllt werden können“

Klimawandel

Klimawandel, Quelle: Bild von Tumisu auf Pixabay

Die aktuelle Debatte um das Klima beschäftigt auch die Versicherer. Dabei finden die aktuellen Demonstrationen der Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ nicht bei allen Klimaforschern positiven Anklang. „Diese Klimaaktivisten stellen viele Forderungen, sagen aber nicht, wie sie erfüllt werden können“, glaubt der Hamburger Klimaforscher Hans von Storch.

„Sie sollten Ihre Kinder motivieren, zu Deutschlands größter Ressource beizutragen, nämlich Ingenieure zu werden. Damit haben sie die besten Voraussetzungen, um zu einer Stabilisierung des Klimas beizutragen, was man populistisch auch als ‚Klima retten‘ bezeichnet. Kinder verdienen es nicht, permanent Angst injiziert zu bekommen. Dazu besteht auch kein Grund“, fordert der ehemalige Leiter des Instituts für Küstenforschung des Helmholtz Zentrum Geesthacht sowie Professor an der Universität Hamburg und der Ozean-Universität im chinesischen Tsingtau im Interview mit dem GDV-Magazin Positionen.

Zudem brauche man „Szenarien, um Entscheidungen vorauszudenken. In Sachen Ausstoß klimaschädlicher Gase müssen wir bis 2050 auf Null, um das Pariser Ziel von weniger als zwei Grad Erwärmung zu erreichen. Das ist schon eine Herkulesaufgabe. Das Zweite ist die Anpassung an den laufenden Klimawandel: In den allermeisten Fällen haben wir da mehr Zeit. Einige andere wichtige Bedingungen ändern sich ja auch, wie Nutzungsprofile, Bedarfe und Präferenzen. Wir wissen künftig mehr und unsere technischen Möglichkeiten erweitern sich laufend. Ich bin sehr optimistisch, dass wir dem Klimawandel technologisch etwas entgegensetzen können“.

Autor: VW-Redaktion

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