Generali steigt bei spanischer Banco de Crédito Cooperativo ein
Generali-Gebäude in Triest. Bildquelle: mst
Der italienische Versicherer Generali erwirbt über seine Tochtergesellschaft Generali Spanien einen Anteil von rund 9,9 Prozent an der Banco de Crédito Cooperativo (BCC). Der Kaufpreis beträgt 150 Millionen Euro. BCC ist die Holdinggesellschaft der Grupo Cooperativo Cajamar, einer der führenden Genossenschaftsbankengruppen Spaniens.
Mit dem Investment will Generali die seit 2004 bestehende Bancassurance-Partnerschaft mit der GCC verstärken. Seit 2015 waren die Italiener für einen Kaufpreis von 40 Millionen Euro mit 3,85 Prozent beteiligt. Ziel der erweiterten Zusammenarbeit ist der Ausbau des Vertriebsnetzes für Versicherungsprodukte in Spanien über die Filialstrukturen der Bankengruppe.
Der Schritt ordnet sich in die Strategie „Lifetime Partner 27: Driving Excellence“ ein, heißt es in einer Mitteilung. Der Plan sieht ein beschleunigtes Wachstum in europäischen Kernmärkten vor. Die Italiener haben ein durchschnittliches jährliches Wachstum des Ergebnisses je Aktie von acht bis zehn Prozent ins Visier genommen. Der Net-Holding-Cashflow soll über den gesamten Dreijahreszeitraum (2025 bis 2027) bei über elf Mrd. Euro liegen.
„Unsere Partnerschaft mit der Grupo Cooperativo Cajamar hat über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg kontinuierlich für starkes Wachstum und einen hohen Mehrwert für unsere Kunden gesorgt“, erklärt Giulio Terzariol, stellvertretender CEO der Generali.
Die Grupo Cooperativo Cajamar gehört zu den zehn wichtigsten Bankengruppen Spaniens und wird als systemrelevantes Institut direkt von der Europäischen Zentralbank (EZB) beaufsichtigt. Sie zählt 1,8 Millionen Mitglieder. BCC kooperiert eng mit internationalen Konzernen im Bancassurance-Bereich sowie mit Partnern im Immobilien- und Asset-Management-Sektor.
Die Generali-Transaktion ähnelt dem im Sommer angekündigten Einstieg von Crédit Agricole bei BCC, das ebenfalls 9,9 Prozent des Kapitals für 150 Mio. Euro übernehmen und damit seine Geschäftsbeziehungen zur Cajamar-Gruppe vertiefen will.
Die Beteiligung am Geldinstitut aus Madrid wird aus dem Investmentportfolio von Generali Spanien finanziert. Laut Unternehmensangaben hat die Transaktion keine wesentlichen Auswirkungen auf die Solvabilitätsquote des Gesamtkonzerns. Der Abschluss der Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt der aufsichtsrechtlichen Genehmigungen und wird für die zweite Jahreshälfte 2027 erwartet.
Autor: VW-Redaktion
