Insurance & Innovation 2026: Fortschritt braucht Struktur
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Die beliebte Buchreihe Insurance & Innovation liefert Führungskräften und Entscheidern seit vielen Jahren immer wieder neue Impulse und frische Inspirationen für die Versicherung von morgen.

Bereits zum vierten Mal in Folge veranstaltet die vtmw AG das begleitende After-Work-Event Insurance & Innovation – diesmal mit der R+V Versicherung als Gastgeberin. Am Donnerstag, den 11. Juni 2026, treffen sich Innovationsbegeisterte in Wiesbaden.

Um mehr über die Veranstaltung und die diesjährigen Schwerpunkte zu erfahren, hat VWheute bei Dr. Arno Rasch, Vorstand der vtmw AG,nachgefragt.

VWheute: Herr Dr. Rasch, im vergangenen Jahr stand bei der Insurance & Innovation 2025 das Thema KI bereits stark im Fokus. Warum ist das Thema 2026 noch relevanter geworden?

Dr. Arno Rasch: Die Geschwindigkeit, mit der sich KI weiterentwickelt, ist enorm. Besonders im Bereich der agentischen KI beobachten wir derzeit eine sehr dynamische Entwicklung. Die agentische KI wird die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend verändern – und diese Veränderung ist bereits in vollem Gange. Bei der Insurance & Innovation 2026 werden wir diese Entwicklung aus der Perspektive der Versicherungsbranche betrachten.

VWheute: Was bedeutet „Agentische KI“ für Versicherer?

Dr. Arno Rasch: Agentische KI geht deutlich über klassische Assistenzsysteme hinaus. KI-Agenten kombinieren Datenzugriff, Entscheidungen und Prozesssteuerung und können dadurch eigenständig komplexe Aufgaben bewältigen. Viele Aufgaben, die in Versicherungsunternehmen anfallen, sind regelbasiert, stark prozessual, dokumentenlastig und im Allgemeinen sehr wissensintensiv. Sie bieten daher ein großes Potenzial für den Einsatz von agentischer KI.

VWheute: Welche Themen werden auf der Veranstaltung behandelt?

Dr. Arno Rasch: In mehreren Beiträgen werden erfolgreiche Umsetzungsbeispiele für agentische KI vorgestellt: vom Run-off von Lebensversicherungen über intelligente Testfallgenerierung bis hin zur Unterstützung bei der Tarifrechnerentwicklung. Darüber hinaus gibt es praxisorientierte Vorträge über parametrische Versicherungen, den Einsatz von No-Code/Low-Code als strategischen Hebel und über erfolgreiches Ideenmanagement von Innen.

VWheute: Neben konkreten Technologien geht es also auch um Innovationsmethodik. Warum ist das wichtig?

Dr. Arno Rasch: Fortschritt braucht Struktur. Viele Unternehmen starten heute KI- oder Innovationsinitiativen, ohne zuvor ein klares Zielbild definiert zu haben. Entscheidend für den Erfolg sind Priorisierung, Evaluierung und Governance sowie natürlich Betriebsfähigkeit und Skalierung. Der langfristige Mehrwert entsteht nicht allein durch den Einsatz neuer Technologien, sondern durch die Fähigkeit, Innovation systematisch in die Organisation zu integrieren.

VWheute: Das klingt nach einem hochwertigen Fachprogramm. Was nehmen Besucher der Insurance & Innovation 2026 idealerweise mit?

Dr. Arno Rasch: KI ist längst kein Zukunftsthema mehr. Versicherer müssen jetzt Erfahrungen sammeln und voneinander lernen. Wir möchten mit unserem Event diesen Austausch fördern und Menschen aus verschiedenen Bereichen der Versicherungswirtschaft zusammenbringen. Nach den Fachvorträgen besteht ausreichend Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre bei Snacks und Getränken miteinander ins Gespräch zu kommen und das eigene Netzwerk zu erweitern.

VWheute: Herr Dr. Rasch, vielen Dank für das Gespräch.


Weitere Details zur Veranstaltung am 11. Juni und zur Anmeldung finden Sie hier.

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