Weltbank-Tochter IFC steigt bei VIG-Pensionskasse Carpathia Pensii ein

Ringturm der VIG in Wien. Quelle: Vienna Insurance Group / Robert Newald

Die International Finance Corporation, ein Mitglied der Weltbankgruppe, einigt sich mit der Vienna Insurance Group auf eine Beteiligung an der Carpathia Pensii. Eine Vereinbarung, wonach die IFC rund zehn Prozent der Stammaktien an der rumänischen Pensionskassengesellschaft übernimmt, ist unterzeichnet. Hinter der Zusammenarbeit steht das Ziel, die private Altersvorsorge in Rumänien weiterzuentwickeln.

Die VIG sieht in dem Geschäft eine Fortsetzung ihrer regionalen Expansions- und Kooperationsstrategie. „Die geplante Beteiligung der IFC an unserer rumänischen Pensionskassengesellschaft stärkt unsere Position am lokalen Pensionsmarkt und wird die Produktentwicklung sowie die Digitalisierungsstrategie der Carpathia Pensii unterstützen“, kommentiert VIG-Vizechef Peter Höfinger. „Zusammen werden wir vor allem wichtige Schritte zur Stärkung der freiwilligen Altersvorsorge in Rumänien setzen, die trotz positiver Wachstumsdynamik immer noch unterrepräsentiert ist.“

Höfinger verweist auf die überregionalen Herausforderungen durch den demografischen Wandel und die damit verbundene Belastung staatlicher Rentensysteme, weshalb die VIG in der gesamten CEE-Region Potenzial für private Vorsorgemodelle biete.

Die Weltbank selbst gilt als Wegbereiter des mehrsäuligen Rentensystems in Rumänien, das nach ersten Reformansätzen Mitte der 1990er-Jahre schließlich zwischen 2006 und 2008 umgesetzt wurde. Mittlerweile verwalten die privaten Rentenfonds im Land ein Vermögen von über 40 Milliarden Euro.

Die in Cluj ansässige Carpathia Pensii ist seit 2007 Teil des rumänischen Marktes und hat sich als feste Größe etabliert. Mit einem verwalteten Vermögen von über vier Milliarden Euro rangiert das Unternehmen als viertgrößte Pensionskasse des Landes und betreut rund eine Million Kunden.

Die nun vereinbarte Beteiligung ist die Vertiefung einer langfristig angelegten Kooperation zwischen der VIG und der IFC in Zentral- und Osteuropa. Ende 2022 beteiligte sich die IFC mit rund zehn Prozent an der bulgarischen VIG-Pensionskasse Doverie.

Im Dezember 2025 unterzeichneten beide Partner eine Vereinbarung über Kapitalerhöhungen, im Rahmen derer die IFC jeweils rund 20 Prozent an den ukrainischen VIG-Gesellschaften USG und Kniazha übernehmen will.

Autor: VW-Redaktion