DEVK bläst Turmbau-Pläne ab
Blick auf die Baustelle der DEVK Zentrale mit Zooparkhaus im Vordergrund. Der Versicherer ist nach eigenen Angaben weiterhin am Erwerb des Zooparkhaus-Grundstücks interessiert. Die DEVK Zentrale nebenan wird derzeit saniert. Bildquelle: DEVK/Jürgen Naber
Im Oktober 2025 stellte der Versicherer seine Baupläne auf den Prüfstand. Nun hat der DEVK-Vorstand beschlossen, den ursprünglich geplanten Turmbau auf dem Grundstück des Zooparkhauses in Köln-Riehl nicht zu realisieren. Seit der ersten Projektidee vor sieben Jahren hätten sich „wesentliche Rahmenbedingungen deutlich verändert“, heißt es in einer Mitteilung. Homeoffice und digitale Technologie haben die Büronutzung spürbar verändert. Der Versicherer hinterfragte schon länger die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens.
Ursprünglich war auf dem Gelände ein 144 Meter hoher Büroturm mit breitem Sockel vorgesehen. Das Konzept basierte auf Ideen und Annahmen aus dem Jahr 2018. Seitdem hätten sich zentrale Einflussfaktoren geändert, ist aus Köln zu hören. Die Entscheidung bahnte sich an. Schon im Oktober 2025 hat die DEVK angekündigt, die Hochhauspläne auf den Prüfstand zu stellen.
„Der temporäre Umzug unserer Mitarbeitenden in die Rheinparkmetropole während der Sanierung hat uns in den letzten zwölf Monaten viele neue Erkenntnisse gebracht, die wir in unsere weiteren Überlegungen einbeziehen“, erklärte der ehemalige Chef Gottfried Rüßmann damals. Gemeint ist die Sanierung der Kölner DEVK-Zentrale in der Riehler Straße 190, die sich über rund 67.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche erstreckt. Der Abschluss ist für 2027 geplant. Eine wichtige Erkenntnis: Mit dem Homeoffice hat die Büropräsenz abgenommen. Die Regelungen sind bei der DEVK teamabhängig. Vielerorts kommt es vor, dass zwei Bürotage und drei zu Hause üblich seien.

Jetzt steht fest: Der Turm wird nicht gebaut. Das ursprüngliche Konzept sei unter den heutigen Bedingungen wirtschaftlich nicht mehr tragfähig. Homeoffice und die fortschreitende Digitalisierung würden den tatsächlichen Bedarf an Büroflächen sowohl für die DEVK selbst als auch für potenzielle gewerbliche Mietparteien beeinflussen, wird bestätigt.
Auch die gestiegenen Baukosten und ein angespannter Gewerbeimmobilienmarkt ließen das Vorhaben in seiner bisherigen Form weniger attraktiv erscheinen. Der Versicherer traf die Entscheidung auf Grundlage der Einschätzung interner Analysen, externer Gutachten sowie Gesprächen mit potenziellen Nutzern.
Das Unternehmen wolle in „sehr gutem Austausch“ mit der Stadt Köln über die künftige Nutzung des Areals neben der DEVK-Zentrale bleiben. Das Interesse am Erwerb des Grundstücks und einer späteren Weiterentwicklung sei weiterhin hoch.
Aktuell prüft die DEVK alternative Nutzungskonzepte, die unter den veränderten Bedingungen zukunftsfähig sind und dem Standort gerecht werden. Dabei sollen auch die Bedürfnisse des Kölner Zoos berücksichtigt werden, vor allem der Bedarf an Parkraum.
Direkt neben dem Grundstück des Zooparkhauses wird derzeit die DEVK-Zentrale umfassend saniert. Der Wiedereinzug der rund 2.400 Mitarbeitenden ist für das erste Halbjahr 2028 vorgesehen.
Autor: VW-Redaktion
