Helvetia erhält grünes Licht für Caser-Integration

Hauptsitz der Helvetia in St. Gallen. Quelle: Damian Poffet

Die spanische Generaldirektion für Versicherungen und Pensionsfonds hat die Fusion zwischen Caser und Helvetia genehmigt. Helvetia Seguros und Helvetia Holding Suizo werden in Caser integriert, die als fortbestehende Gesellschaft hervorgeht. Die Helvetia-Gruppe hat den Integrationsprozess im Dezember 2024 angekündigt.

Mit der Genehmigung der Fusion zwischen Helvetia Seguros und Caser erreicht „der Prozess nun einen wichtigen Meilenstein“, heißt es in einer Mitteilung. Das neue Unternehmen soll rund 2,5 Millionen Kunden in Spanien bedienen und ein Team von etwa 7.000 Mitarbeitenden umfassen. Damit gehört das Haus zu den zehn größten Versicherungsgruppen im spanischen Markt. Die Banken Unicaja und Ibercaja bleiben mit jeweils rund sieben Prozent Minderheitsaktionäre der fusionierten Gesellschaft. Helvetia hält 85 Prozent der Anteile an Caser.

Sobald die rechtliche Fusion abgeschlossen ist, will die Helvetia-Gruppe die Integration ihrer Organisationen auf operativer und technologischer Ebene vorantreiben. Beide Marken sollen bis 2027 parallel bestehen bleiben, und die Vertriebsnetze beider Gesellschaften – insbesondere von Agenturen und Brokern – eine zentrale Rolle in der Vertriebsstrategie spielen.

„Kunden und Geschäftspartner profitieren von einem erweiterten Produkt- und Serviceangebot sowie von verbesserten digitalen Lösungen“, wird berichtet. Das Unternehmen kündigt zudem an, die Cross-Selling-Potenziale über Versicherungen und Services stärker zu nutzen und neue Lösungen für Kundensegmente wie etwa für über 50-Jährige und KMU zu entwickeln. „Ziel ist es, die gebündelte Expertise beider Organisationen voll auszuschöpfen, um einen klaren Mehrwert für Kunden und Partner zu schaffen.“

Helvetia schloss die Übernahme von Caser (voller Name Caja de Seguros Reunidos, Compañía de Seguros y Reaseguros S.A.) Mitte 2020 mit einer Mehrheitsbeteiligung von damals 69,4 Prozent ab. Die Akquisition galt damals hinsichtlich des Geschäftsvolumens als die größte Übernahme in der Geschichte der Schweizer. Der Kaufpreis lag bei rund 800 Millionen Euro. Helvetia hat die Akquisition zu zwei Dritteln mit der Begebung einer Hybridanleihe und zu einem Drittel mit der Emission neuer Aktien finanziert.

Autor: VW-Redaktion