Allianz will fast drei Mrd. Euro in Logistik-Immobilien investieren

Die Allianz und VGP erweitern ihre Zusammenarbeit mit einem neuen europäischen Logistik-Joint-Venture. Quelle: Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay

Die Allianz Real Estate und VGP, ein europäischer Anbieter von Logistik- und Gewerbeimmobilien, haben die Gründung eines neuen 50/50-Joint Ventures vereinbart. Beide Partner wollen in den kommenden fünf Jahren rund 2,8 Mrd. Euro in Logistik-Immobilien investieren.

Dazu wollen beide Unternehmen nach eigenen Angaben ein Immobilienportfolio in Deutschland, Ungarn, Tschechien und der Slowakei entwickeln. Allein in diesen Ländern verfügt VGP über eine Pipeline von mehr als 90 Objekten an rund 25 strategischen Standorten, darunter in der Nähe von Hauptstädten wie Bratislava, Berlin und Budapest, mit einer prognostizierten Bruttogesamtfläche von über 2,5 Millionen Quadratmetern. Die gesamte Grundstücksfläche ist bereits gesichert und eine Reihe von Objekten wurde bereits übergeben.

„Wir sind uns der Auswirkungen bewusst, die der E-Commerce auf die Möglichkeiten des Marktes hat, in dem Onshoring und Bestandsmanagement in den Gebäudenetzwerken von entscheidender Bedeutung sind. Dank eines engagierten Logistikteams, das mit erstklassigen Partnern wie VGP zusammenarbeitet, sind wir der Zeit immer einen Schritt voraus und können unser globales Logistikportfolio weiter ausbauen, ein Bereich, der für Allianz Real Estate einen wichtigen strategischen Schwerpunkt darstellt.“

Kari Pitkin, Head of Business Development Europa, Allianz Real Estate

Allein die US-Tochter Pimco hat im Auftrag der Allianz-Gruppe insgesamt 10,3 Mrd. Euro in die Logistik-Branche investiert, das sind 13 Prozent ihres verwalteten Vermögens. VGP ist an der Euronext Brüssel gelistet. Das Unternehmen verfügt über einen Grundbesitz von 10,49 Millionen Quadratmetern an eigenen oder zugesagten Grundstücken und besitzt und betreibt derzeit Objekte in zwölf europäischen Ländern.

Die Allianz sorgte zuletzt für viel Aufsehen, als sie für die Rekordsumme von 1,4 Mrd. Euro das Bürohochhaus „Tower T1“ im Frankfurter Bauprojekt „FOUR“ in Frankfurt erwarb. „Auch wenn sich die Renditen auf dem Immobilienmarkt in den letzten Jahren dem allgemeinen Abwärtsdruck nicht entziehen konnten, bleibt ihr Niveau aber weiterhin attraktiv“, sagt Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Allianz SE, gegenüber der Versicherungswirtschaft. Eine Immobilienblase sieht er nicht kommen. „Immobilieninvestments haben eine stabile Rendite, einen stabilen Cashflow über einen langen Zeitraum; sie bieten hohen Inflationsschutz; und last but not least sind sie das (noch) fehlende Puzzlestück der grünen Transformation, der Dekarbonisierung unserer Wirtschaft in den nächsten dreißig Jahren“, so Subran.

Autor: VW-Redaktion

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