Uniqa und VIG gehen mit kräftigem Gewinnplus in den Jahresendspurt

Österreichs Branchenführer Uniqa und VIG gehen mit einem kräftigen Gewinnplus in den Jahresendspurt. Quelle: Bild von Jürgen Sieber auf Pixabay

Österreichs Versicherungsriesen Uniqa und Vienna Insurance Group (VIG) gehen mit breiter Brust in den Jahresendspurt. So legte die Uniqa in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres beim Konzernergebnis um 42 Prozent auf 235,8 Mio. Euro zu. Bei der VIG steht unter dem Strich ein Gewinnplus von 25 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern legte um 56,9 Prozent auf 274,6 Mio. Euro zu.

So stiegen die verrechneten Prämien bei der Uniqa samt Sparanteilen der fonds- und der indexgebundenen Lebenspolicen um 18,0 Prozent auf 4,83 Mrd. Euro. Dabei legten die laufenden Prämien um 17,4 Prozent auf 4,73 Mrd. Euro zu und die Einmalerläge in Leben um 54,1 Prozent auf 102,7 Mio. Euro. Allein in der Lebensversicherung erhöhten sich die verrechneten Prämien inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 insgesamt um 24,3 Prozent auf 1.223,2 Mio. Euro. In der Krankensparte legte die Uniqa um 4,1 Prozent auf 918,7 Mio. Euro zu.

In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die verrechneten Prämien in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 um 20,7 Prozent auf 2.685,3 Mio. Euro. Trotz hoher Belastungen aus Unwetterschäden insbesondere in den Sommermonaten – in Österreich und Tschechien – in der Höhe von knapp 200 Mio. Euro brutto konnte die Combined Ratio auf 94,2 Prozent verbessert werden, heißt es weiter.

“Wie bereits im ersten Halbjahr, basiert unser unverändert exzellenter Geschäftsverlauf auch in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres auf einer erfreulichen versicherungstechnischen Entwicklung sowie auf den erwarteten, positiven Effekten aus der gelungenen Integration der ehemaligen Axa-Gesellschaften in CEE.”

Andreas Brandstetter, CEO der Uniqa Insurance Group AG.

Gleichzeitig übte Uniqa-CEO Andreas Brandstetter scharfe Kritik am Corona-Management der österreichischen Bundesregierung: “Die Zahlen schnalzen durch die Decke und es wird nichts als hin und her laviert und taktiert, ohne eine Entscheidung zu treffen”. So habe sich die Lage drastisch verschlechtert, aber die Strategie dagegen, von den Landeshauptleuten bis zur Regierung, sei nach wie vor unklar. “Deshalb haben wir dieses Schlamassel”, monierte er bei einem Online-Auftritt im Klub der Wirtschaftspublizisten.

“Absurd, wenn man nur auf Wählergruppen schielt”, kritisierte der Konzernchef, der zudem als ÖVP-nahe gilt. Vielmehr sei längst die Zeit gekommen, dass die Politiker auf die Virologen hören und deren Empfehlungen ernst nehmen sollten.

VIG wächst in allen Bereichen

Die VIG legte in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres bei den Prämieneinnahmen um 5,1 Prozent auf 8.391 Mio. Euro. Wie bereits in den letzten Quartalen verzeichnen alle Sparten, mit Ausnahme der Einmalerläge in der Lebensversicherung, deutliche Steigerungsraten. Die Lebensversicherung mit laufender Prämienzahlung legte um 2,8 Prozent auf zwei Mrd. Euro, die Kfz-Haftpflicht um 4,9 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro und die Kfz-Kaskoversicherung um erfreuliche 8,6 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro zu. In der Krankenversicherung legte die VIG um 2,9 Prozent auf 545,2 Mio. Euro zu.

“Wir befinden uns leider nach wie vor in einer weltweiten Pandemie, die auch in unseren Märkten das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben weiterhin spürbar beeinträchtigt. Die Entwicklung des Versicherungsgeschäfts konnten wir durch unsere diversifizierte Aufstellung und rasches lokales Handeln gut managen. Die VIG-Gruppe zeigt auch in schwierigen Situationen Sicherheit und Stabilität. Auch die ökonomische Entwicklung in unserer Region Zentral- und Osteuropa verläuft besser als noch vor einigen Monaten prognostiziert. Wir sind somit sehr zuversichtlich, unsere angestrebten Zielwerte für 2021 zu erreichen und das prognostizierte Prämienvolumen von 10,4 Mrd. Euro zu übertreffen.”

Elisabeth Stadler, Generaldirektorin der Vienna Insurance Group (VIG)

Die Schaden-Kosten-Quote der VIG-Gruppe lag mit 95,2 Prozent um 0,9 Prozentpunkte besser als der Vorjahreswert. Die Auswirkungen der Unwetterschäden in diesem Jahr konnten durch das umfassende Rückversicherungsprogramm und die positiven Auswirkungen der strategisch getroffenen Maßnahmen der Agenda 2020 kompensiert werden, heißt es bei der VIG weiter.

Daher geht der Versicherungskonzern davon aus, die für 2021 gesteckten Ziele zu erreichen, wobei das erwartete Prämienvolumen von rund 10,4 Mrd. Euro voraussichtlich leicht übertroffen werde. Der erwartete Gewinn vor Steuern in der Bandbreite von 450 Mio. Euro bis 500 Mio. Euro wird bestätigt. Die Combined Ratio soll bei rund 95 Prozent liegen.

Autor: VW-Redaktion

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