Resolution Life übernimmt AMP Life

Finanzplatz Australien (im Bild Sydney). Quelle: Hans Braxmeier auf Pixabay

Der australische Vermögensverwalter AMP zieht sich aus dem Lebensversicherungsgeschäft zurück. Das Unternehmen gab bekannt, seine verbliebenen Anteile in Höhe von 19 Prozent am Australiengeschäft von Resolution Life an das britische Unternehmen zu verkaufen. Der Verkauf der Aktien spült 389,28 Mio. US-Dollar in die Kassen von AMP.

Der Deal erfolgt Jahre nachdem das australische Unternehmen zugestimmt hatte, seine Lebensversicherungssparte zu einem reduzierten Preis von 3 Milliarden AUD an Resolution Life zu veräußern.  Damals hatte AMP beschlossen, einen Teil des Kaufpreises in Form einer Beteiligung an dem Unternehmen zu erhalten.

AMP gab an, dass der Verkauf das verfügbare Kapital um 459 Millionen AUD erhöhen würde, bevor das Privatmarktgeschäft der Vermögensverwaltung in der ersten Hälfte des nächsten Jahres ausgegliedert werden soll. Resolution Life und AMP haben sich zudem darauf geeinigt, weitere Anpassungen und Forderungen nach dem Verkauf zu regeln, was für das australische Unternehmen eine Nettozahlung von 141 Millionen AUD bedeuten würde. AMP wird durch die Zahlung im Geschäftsjahr 2021 eine einmalige Belastung in Höhe von 65 Millionen AUD hinnehmen müssen.

„Diese Übernahme stellt die nächste Phase der Reise von Resolution Life in Australasien dar, während wir unsere Plattform für zukünftiges Wachstum positionieren und AMP Life in Resolution Life umbenennen“, erklärt Megan Beer, CEO von AMP Life und CEO von Resolution Life Australasia. Vision sei es, der führende spezialisierte Lebensversicherer in Australasien zu werden, indem man kunden- und datenorientiert vorgehe. 

AMP Life befand sich seit Juli 2020 im Besitz von Resolution Life und gilt als gut kapitalisiertes Unternehmen mit einem verwalteten Vermögen von rund 30 Milliarden US-Dollar und 1,3 Millionen Kunden in der Region Australasien. Seit der Zugehörigkeit zu Resolution Life lag der Fokus darin, das Geschäft durch die Einführung neuer Technologien und digitaler Angebote zu transformieren.

Autor: VW-Redaktion