Ex-Allianz-Manager Knof rückt an die Spitze der Commerzbank
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Quelle: Commerzbank

Manfred Knof (55) übernimmt zum Jahreswechsel den Vorstandsvorsitz der Commerzbank. Er kommt von der Deutschen Bank, wo er bis Dezember das Privatkundengeschäft leitet und zuletzt in der Branche mit der Verlängerung des Bansassurance-Deals mit Zurich für Aufsehen sorgte. Zuvor leitete er die Geschäfte der Allianz. Auch das macht ihn für die Commerzbank wertvoll.

Von der Allianz Deutschland verabschiedete sich der heute 55-Jährige vor drei Jahren „aus gesundheitlichen Gründen“. Indes gilt der Manager als Spezialist für schwierige Missionen. Er hatte im April 2014 bei dem Versicherer die Nachfolge von Markus Rieß angetreten, als der überraschend zum Rivalen Ergo wechselte. Er sollte das digitale Programm des Versicherers vorantreiben und Kosten senken.

1995 trat Knof in den Allianz-Konzern ein und war in unterschiedlichen Führungspositionen im In- und Ausland tätig, u.a. als Regional CEO Mittel- und Ostereuropa. Zwischen 2003 und 2005 war er bei der Dresdner Bank in verschiedenen Funktionen tätig, zuletzt als Leiter des Privatkundengeschäfts Deutschland Süd mit Verantwortung für rund 1000 Filialen.

Knof fungierte vom 1. August 2019 bis zur Verschmelzung mit dem Deutsche Bank Konzern als Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bank Privat- und Firmenkunden AG und ist jetzt weiter Leiter des Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank in Deutschland.

Der Top-Manager begann seine Karriere 1991 bei der Unternehmensberatung Kienbaum Management Consultants in Düsseldorf. Der studierte Jurist Knof promovierte 1994 an der Universität zu Köln. Er hat darüber hinaus einen “Master of Business Administration” der New York University.

Bei der Commerzbank folgt Knof auf Martin Zielke. Dieser hatte Anfang Juli seinen Rücktritt bereits angekündigt. Die Bank hatte später entschieden, den Vertrag mit dem seit Anfang Mai 2016 amtierenden Konzernchef spätestens zum 31. Dezember aufzulösen.

Autor: Michael Stanczyk