Lloyd’s of London schreibt wegen Corona rote Zahlen
 VWheute Sprint 

Quelle: Underwriting-Saal bei Lloyd's of London

Die Corona-Pandemie hat im ersten Halbjahr deutliche Spuren in der Bilanz des britischen Versicherungsmarktes. So schrieb das Unternehmen in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Vorsteuerverlust von insgesamt 438 Mio. Pfund. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2019 stand noch ein Gewinn von 2,3 Mrd. Pfund in den Büchern.

Wesentlicher Grund für das Minus sind nach eigenen Angaben die hohen Verluste durch Corona von 2,4 Mrd. Pfund. Demnach wird Lloyd’s aller Voraussicht nach rund fünf Mrd. Pfund an die Geschädigten der Corona-Pandemie auszahlen. Davon seien etwa zwei Mrd. Pfund rückversichert. Die Schaden-Kostenquote stieg in den ersten sechs Monaten auf 110,4 Prozent.

Nach Angaben von Finanzvorstand Burkhard Keese liegen die Verluste allerdings noch im Rahmen der selbst gesteckten Erwartungen. Im Mai hatte er den Corona-Versicherungsschaden auf 2,5 bis 3,5 Mrd. Pfund geschätzt, berichtet das Handelsblatt. Entwarnung will der Finanzchef aber noch nicht geben.

„Die Krise ist noch nicht vorbei“, betont Keese. So habe es allein nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 Jahre gedauert, bis sich die Finanzmärkte nachhaltig erholt hätten. „Wenn wir jetzt drei Hurrikane erleben, werden wir natürlich weitere Verluste verzeichnen“ ergänzt der CFO.

Autor: VW-Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

20 − 12 =