Corona-Pandemie kostet die Zurich dreistelligen Millionenbetrag – Lloyds rechnet mit 200 Mrd. US-Dollar
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Quelle: Zurich

Die Corona-Pandemie dürfte in diesem Jahr deutliche Spuren in der Geschäftsbilanz der Zurich hinterlassen. So rechnet der Schweizer Versicherer mit einer Belastung von rund 750 Mio. US-Dollar. Davon entfallen bereits 280 Mio. auf die ersten drei Monate des laufenden Jahres. Lloyd’s of London rechnet zudem mit dem größten Schaden in der Geschichte der Versicherungsbranche.

„Die Schadenfälle in Zusammenhang mit dem Ausbruch von Covid-19 und die markanten Rückgänge an den Finanzmärkten gegen Ende des ersten Quartals werden wahrscheinlich die Gewinnzahlen des Jahres 2020 beeinflussen“, kommentiert Finanzvorstand George Quinn heute bei der Vorstellung der Bilanzzahlen für das erste Quartal 2020. Allerdings seien die Schadenersatzforderungen in der Schaden- und Unfallversicherung in Zusammenhang mit COVID-19 noch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, so der Versicherer.

Zudem dürfte auch die Lage an den Finanzmärkten und die anhaltend schwächere Wirtschaftsaktivität sowohl den Umsatz als auch den Gewinn der Gruppe im restlichen Verlauf des Jahres belasten, heißt es bei der Zurich. Die Größenordnung der Auswirkungen hänge letztlich davon ab, wie sich die Finanzmärkte im weiteren Jahresverlauf entwickeln und wie lange und ausgeprägt der Konjunkturabschwung sein wird.

Lloyd’s rechnet mit historischem Schaden für die Branche

Der britische Finanzmarkt Lloyd’s of London beziffert den Schaden durch die Corona-Krise allein in diesem Jahr auf rund 203 Mrd. US-Dollar. Dabei setze sich diese Summe aus den Versicherungsschäden über 107 Mrd. US-Dollar und den Anlageverlusten von etwa 96 Mrd. US-Dollar zusammen. Allein der Versicherungsschaden entspreche dabei ungefähr den Kosten der Hurrikan-Jahre 2005 („Katrina“, „Rita“ und „Wilma“) und 2017 („Harvey“, „Irma“ und „Maria“).

Allein im eigenen Geschäft rechnet Lloyd’s zunächst mit Auszahlungen von bis zu 4,3 Mrd. Dollar bis Ende Juni. Jedes weitere Quartal mit Lockdown würde ein bis zwei Mrd. Dollar kosten, wird Lloyd’s-Chef John Neal im Handelsblatt zitiert. Dies würde in etwa den Kosten der Terroranschläge vom 11. September 2001 von rund 4,7 Mrd. US-Dollar entsprechen.

Autor: VW-Redaktion

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