Maklerpools: blau direkt und WIFO schließen sich zusammen

Blau-direkt-Chef Lars Drückhammer baut einen neuen Superpool auf.

Die Maklerpools blau direkt und WIFO bündeln künftig ihre Kräfte in einer umfassenden organisatorischen Fusion. Die Zusammenarbeit umfasst sämtliche operativen Abteilungen beider Häuser. Für 2020 plane man gemeinsam ca. 110 Mio. Euro Provisionsumsatz allein im Bereich der Versicherungsvermittlung.

Beide Akteure wollen damit die „gegenseitigen Stärken nutzen“, „Schwächen durch die Leistungsfähigkeit des Partners kompensieren und gleichzeitig Kräfte in Einkauf und IT-Innovation bündeln“, heißt es in einer Pressemitteilung. Rechtlich blieben hingegen beide Unternehmen eigenständig. Eine Veränderung der Eigentümerstrukturen sei nicht Bestandteil des Zusammenschlusses. 

Eine Erweiterung des Poolverbunds

„Ich sehe unseren Zusammenschluss eher als eine moderne Variante nach dem Vorbild der EU“, erläutert CEO Lars Drückhammer. „In der EU behält jedes Land seine eigene Regierung, seine territoriale Integrität und Eigenständigkeit. Doch alle unterwerfen sich gemeinsamen Regeln.“ Die großen Gewinner seien die Einwohner der neuen Gemeinschaft. Im Falle von WIFO und blau direkt entspräche dies den Maklerpartnern und deren Kunden.

Der Gedanke eines Poolverbunds wird laut Drückhammer bei blau direkt schon länger gelebt. So schlossen sich in der Vergangenheit bereits ARISECUR, insuro und Finanz-Zirkel der Gemeinschaft an. Andere Pools nutzen eher einen assoziierten Status, ähnlich Norwegen, oder unterhalten lediglich Handelsvereinbarungen nach dem Vorbild Kanadas zur EU – wie etwa die Gesellschaft für Ruhestandsplanung oder Allfinanztest. Mit WIFO stößt nun der bislang größte Pool zu der wachsenden Gemeinschaft der zusammengeschlossenen Pools. WIFO wird vor allem die Abwicklung der biometrischen Lebensversicherungsrisiken für die gesamte Gruppe übernehmen, den Ausbau der Unterstützung für BAV-Vertriebe vorantreiben und leistungsfähige Deckungskonzepte im Gewerbe-Bereich den Maklern anbieten.

Makler sind begeistert von der neuen IT

WIFO schwärmt wiederum von der IT seines neuen Partners: „Wir gewinnen eine Leistungsfähigkeit in der IT, mit der wir unsere Partner sofort auf das marktführende Niveau heben können. Qualität und Umfang der automatisierten Verarbeitung von Daten und Dokumenten ist atemberaubend. Allein das war für uns ein starkes Argument zur Zusammenarbeit“, sagen Sven Burkart und Christian Wetzel, Geschäftsführer von WIFO.

Blau direkt hat gerade ein vollautomatisiertes Bestandsoptimierungssystem gestartet. Die Bindung, die Emotionalisierung, die Empfehlungsnahme und der Ausbau des Bestandes erfolgen automatisch. 95 Prozent aller Kunden bewerteten den neuen Service als „gut“ oder „sehr gut“, betont Lars Drückhammer. „Durchschnittlich zwei Empfehlungen folgten je Makler im ersten Monat. Zuvor fühlten sich unsere Makler unwohl beim Gedanken, ein Roboter erarbeite für die von ihnen sorgfältig ausgewählten Verträge Verbesserungsvorschläge; dies noch auf der Basis künstlicher Intelligenz. Doch Ergebnisse ersetzen jedes Argument“, schreibt Drückhammer in der aktuellen Ausgabe „Der Vermittler“. „Partner von uns entschließen sich, ihre lang jährigen Innendienstkräfte zu entlassen, weil sie nicht mehr gebraucht werden. Mehr als 1.800 Sachbearbeiter haben wir in den letzten 10 Jahren bei unseren Partnern „freigesetzt“. Ich finde das entsetzlich. Aber auch hier gilt: Ein Ergebnis ersetzt jedes Argument. Wenn es geht, wird es auch gemacht. Unsere Partner sparen damit viel Geld, steigern die Erträge, stellen sich redundant auf, erhöhen ihre Skalierbarkeit – der Firmenwert steigt drastisch.“

Autor: VW-Redaktion

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