Provinzial Nordwest: Rekordjahr in Komposit bei geringerer Schadenbelastung

Sitz der Provinzial in Münster. Quelle: Provinzial Nordwest

Die Provinzial Nordwest hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 eine neue Rekordmarke geknackt. Mit einem Plus von 5,2 Prozent auf rund 2,05 Mrd. Euro überstiegen die Beitragseinnahmen in der Kompositsparte erstmals die Zwei-Milliarden-Euro-Grenze. Gleichzeitig profitierte der öffentliche Versicherer von einer geringeren Schadenbelastung gegenüber dem Vorjahr.

Überdurchschnittliche Beitragszuwächse verzeichnete die Provinzial Nordwest dabei in der Wohngebäudeversicherung (plus 8,2 Prozent) sowie in der Kfz-Versicherung (plus 4,6 Prozent). Das Neugeschäft in der Schaden- und Unfallversicherung erreichte mit insgesamt 292 Mio. Euro (2018: 248 Mio.) ein Rekordvolumen. Nach Orkan „Friederike“ im Vorjahr sind die Bruttoschadenaufwendungen 2019 deutlich gesunken.

Die Schaden-Kostenquote sank Unternehmensangaben zufolge deutlich auf 85 Prozent (2018: 95 Prozent). „Aufgrund des kräftigen Beitragswachstums, rückläufiger Schadenaufwendungen und stabiler Kosten stellt sich die versicherungstechnische Ergebnissituation in der Schaden- und Unfallversicherung sehr erfreulich dar“, erläutert Konzernchef Wolfgang Breuer.

In der Lebensversicherung stieg die bilanzielle Beitragssumme des Neugeschäfts laut Provinzial um 9,3 Prozent auf 2,63 Mrd. Euro. Dabei habe sich auch die 2018 gestartete Wachstumsinitiative „600 Plus“ auf das Geschäft ausgewirkt, heißt es weiter. „Gemessen an der Beitragssumme machten Fonds- und Hybridprodukte fast 70 % des Neugeschäfts aus“, konstatiert Breuer.

In der BU-Versicherung stieg das Geschäft gegen Einmalbeiträge um 22 Prozent auf 645 Mio. Euro. Das Geschäft gegen laufenden Neubeitrag legte um 3,1 Prozent auf rund 81 Mio. Euro zu. Die Gesamtbeitragseinnahmen der Provinzial NordWest Lebensversicherung erhöhten sich gegenüber dem hohen Vorjahresniveau um 7,4 Prozent auf 1,57 Mrd. Euro.

„Mit innovativen Produkten und für unsere Kunden aus der Wohnungswirtschaft sehr komfortablen technischen Anbindungen waren wir 2019 sehr erfolgreich unterwegs. Hier wollen wir 2020 anschließen und neues Wachstum generieren“, skizziert Breuer die Pläne für 2020. So will der Konzern nach eigenen Angaben in der ersten Jahreshälfte sein Portfolio im Firmenkundengeschäft erweitern und die neuen Sparten Warenkreditversicherung und Bürgschaftsversicherung auf den Markt bringen.

Autor: VW-Redaktion

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