Helvetia: „Sehen im Aviation-Geschäft ein ertragreiches Wachstumspotenzial

Pascal Barbato, Head Marine, Aviation & Art bei Helvetia Versicherungen. Quelle: Helvetia

Die Helvetia will künftig auch Flugzeuge versichern. „Der Markt hat sich verhärtet und die Konditionen haben sich verbessert“, konstatiert Pascal Barbato, Head Marine, Aviation & Art bei Helvetia Versicherungen. VWheute hat exklusiv mit dem Experten über die aktuellen Ziele und Pläne gesprochen.

VWheute: Warum steigen Sie in das LFV-Geschäft ein und warum jetzt?

Pascal Barbato: Helvetia steigt in das Aviation-Geschäft ein, weil wir ein ertragreiches Wachstumspotential sehen: Der Markt hat sich verhärtet und die Konditionen haben sich verbessert. Basis für den Erfolg sind eine sorgfältige Risikoanalyse und die langjährige Erfahrung unserer Mitarbeiter. Das haben wir und sind daher gut aufgestellt.

VWheute: Wie viel Geld wird die Helvetia in den Bereich investieren und welchen Gewinn erwarten die zu welchem Zeitpunkt?

Pascal Barbato: Dazu machen wir keine Angaben. Wir streben aber grundsätzlich immer profitables Wachstum an.

VWheute: Wie beurteilen Sie die Konkurrenzsituation und was lässt sie glauben, dass sie es besser können als andere?

Pascal Barbato: Zu Mitbewerbern möchten wir uns nicht äußern. Die Beurteilung, wer was besser kann, überlassen wir den Kunden.

VWheute: Derzeit ist Umweltschutz und Begrenzung von Flügen eine häufiges Thema, ist die Luftfahrt tatsächlich ein Wachstumsmarkt?

Pascal Barbato: Die Zahl der Reisen und der Passagiere steigt unverändert. Wir sehen keine Anzeichen dafür, dass sich global daran etwas ändern wird. Auch, da wir davon ausgehen, dass die Flugindustrie die richtigen Antworten auf die Herausforderungen bzgl. Umweltschutz finden wird.

VWheute: Sie schreiben, dass es zu erwarten ist, „dass neue Materialien, Technologien und ein zunehmender Fokus auf Nachhaltigkeit die Luftfahrtindustrie verändern werden“. Woran machen sie das fest und warum soll Veränderung für sie als Versicherer positiv sein.

Pascal Barbato: Wir beobachten in der Luftfahrtindustrie eine rege Diskussion über Maßnahmen zur Verbesserung der eigenen Nachhaltigkeit. So hat sich der internationale Zivilluftfahrtverband IATA bereits 2008 das Ziel gesetzt, den Schadstoffausstoß bis 2020 durch CO2-neutrales Wachstum zu stabilisieren und bis 2050 eine Reduzierung der Emissionen um 50 Prozent im Vergleich zu 2005 zu erreichen.

Pascal Barbato: Um die Ziele zu erreichen, setzen Fluggesellschaften auf verschiedene Maßnahmen, zum Beispiel im technologischen Bereich (wie neue Flugzeuge, neue Triebwerke, alternative Treibstoffe), im operativen Bereich oder bei der Infrastruktur. Als Versicherer erachten wir es unsere Aufgabe, solche Entwicklungen durch eine passende Absicherung zu ermöglichen.

VWheute: Was sind ihre Ziele in der LFV, kurz- und langfristig?

Pascal Barbato: Kurzfristig geht es darum, Helvetia als zuverlässigen Anbieter im Bereich Aviation bekanntzumachen. Hier verfügen wir dank der anerkannten Expertise im Spezialversicherungsgeschäft über eine gute Ausgangslage. Mittel- bis langfristig möchten wir ein profitables Portfolio aufbauen und pflegen.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Maximilian Volz.

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