Ideal: Vorstandsumbau wegen Bestatter-Verstärkung
 VWheute Sprint 

Gebäude der Ideal. Quelle: Ideal

Die Aufsichtsräte der Ideal Versicherungsgruppe haben eine Veränderung der Vorstände der Gruppengesellschaften beschlossen. Die Maßnahmen sind massiv, im Wesentlichen soll damit die Bestatter-Tochter Ahorn AG gestärkt und mit einem “Vollzeit-Management” ausgestattet werden.

Der bisherige LV-Vorstand Olaf Dilge (55) wechselt zum ersten Januar des kommenden Jahrs gänzlich zu Ahorn, “Deutschlands größtem Bestatter”. Er kennt die Arbeit dort, schließlich war er bisher in Personalunion bereits Vorstand bei der hundertprozentigen Tochter der Ideal. Dilge bleibt darüber hinaus im Vorstand der Zwischenholding Ideal Beteiligungen AG.

Seine Nachfolgerin bei der Lebensversicherung wird, vorbehaltlich der formellen Zustimmung der Bafin, Antje Mündörfer (56), die bereits seit 2001 als Bereichsleiterin Mathematik/Rückversicherung im Unternehmen arbeitet.

Karlheinz Fritscher (56), der Finanzvorstand der Ideal Gesellschaften, wird spätestens per 01. Juli 2020 vom Vorstand der Ahorn AG in den Aufsichtsrat wechseln und dort den stellvertretenden Vorsitz übernehmen. Ein neuer CFO für die Ahorn AG wird derzeit gesucht.

Weiteres Personal wird gewechselt

Bei der Tochtergesellschaft Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG wird die Bereichsleiterin Finanzen der Ideal, Madeleine Schmidt (41), zum ersten Januar 2020 in den Vorstand bestellt und ersetzt dort Mündörfer. Diese wiederum wechselt in den Aufsichtsrat, wo Fritscher den Vorsitz vom Chef der Unternehmensgruppe Rainer M. Jacobus (56) übernimmt. Jacobus scheidet aus dem Gremium aus, das zukünftig noch um den Vorstand Betrieb Arne Barinka (48) ergänzt wird.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Westkamp (70) und Jacobus begründeten den Schritt mit der “sehr dynamischen Entwicklung der Ahorn AG”, die in diesem Jahr einen Umsatz von 70 Mio. Euro anpeilt und rund 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. “Die Gesellschaft braucht jetzt ein Vollzeit-Management, vor allem die Unternehmenszukäufe erfordern volle Aufmerksamkeit”, erklärt Jacobus.