Generali ist Schuldenabbau eine Milliarde Euro wert

Generali Group

Die Generali Group kündigt den Rückkauf von drei Serien nachrangiger Schuldverschreibungen im Wert von bis zu einer Mrd. Euro an. Das Ziel ist eine Reduktion der Schulden und folglich eine Verringerung der Zinszahlungen. Zudem führt der Versicherer seine erste grüne Anleihe ein.

Die Italiener haben aktuell ein Rückkaufangebot für ihre Schuldverschreibungen mit ersten Kündigungsterminen im Jahr 2022 bekannt gegeben, das den Kauf eines Gesamtnennbetrags von bis zu einer Mrd. Euro vorsieht.

Das Handel des Versicherers zielt nach eigenen Angaben auf eine effiziente Refinanzierung ihrer nachrangigen Schuldverschreibungen mit ersten Kündigungsterminen zwischen Februar 2022 und Dezember 2022. Diese Refinanzierung wird die Gruppe „ihren Zielen näher bringen, die im November 2018 im Rahmen der Strategie Generali 2021 angekündigt wurden. Die Punkte hat Deutschland Konzernchef Giovanni Liverani im Gespräch mit der Versicherungswirtschaft erläuterte.  

Die Transaktion wird es der Generali Group „voraussichtlich ermöglichen“, die externen Finanzschulden um rund 250 Mio. Euro zu reduzieren und die Zinskosten in den Folgejahren zu senken. Zugleich soll ein ausgewogeneres Fälligkeitsprofil erreicht und gleichzeitig die aufsichtsrechtliche Kapitalstruktur optimiert werden.

Die grüne Anleihe

Der Versicherer kündigte die Emission eines neuen Tier 2 Bullet Green Bond an, der ersten grünen Anleihe des Konzerns. Die mit einer Laufzeit bis 2030 im Rahmen des Euro-Medium-Term-Note-Programms emittierte Anleihe soll „qualifizierten Investoren“ angeboten werden. Das Angebot steht im Einklang mit dem kürzlich vom Konzern eingerichteten Generali „Green Bond Framework“ und wurde von Sustainalytics mit einer Second Party Opinion versehen.

Die neue Emission ist ein „weiterer wichtiger Schritt zur Erfüllung der Nachhaltigkeitsverpflichtungen der Generali“, deren Fortschritte auch durch die aktuelle Aufnahme der Generali Group in den Dow Jones Sustainability Europe Index anerkannt wurden.

Autor: VW-Redaktion