Allianz Commercial sieht wachsende Gefahren durch Starkgewitter heraufziehen

Großschäden durch Tropenstürme oder Erdbeben dominieren in der Regel die Schlagzeilen. Doch im Windschatten dieser sogenannten Primary Perils zieht eine andere Naturgefahr mit Wucht heran. Die Rede ist von schweren konvektiven Stürmen, sogenannte Severe Convective Storms (SCS). Vor dem wachsenden Bedrohungspotenzial dieser Secondary Perils warnt nun der Industrieversicherer Allianz Commercial in einem Studienbericht. VWheute durfte vorab hineinschauen und erklärt, was die Stürme so unberechenbar macht – und wie ein deutsches KI-Forschungsprojekt helfen soll, die Risiken einzudämmen.

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Bei Secondary Perils übersteigen die Ausgaben die Einnahmen – was jetzt getan werden muss, weiß Swiss Re-Expertin Tamara Soyka

„Secondary Perils werden häufig nicht systematisch beobachtet und auch nicht ausreichend modelliert“, sagt Tamara Soyka, Head Cat Perils EMEA bei Swiss RE. Das überrascht, entfielen letztes Jahr doch weltweit über 70 Prozent der versicherten Naturkatastrophenschäden auf Sekundärereignisse. Komplexität, Wechselwirkungen und zu wenig Datenmaterial sind einige der Gründe für die zu geringe Aufmerksamkeit. Um dem Problem Herr zu werden, braucht es „vorausschauende Module“, erklärt Soyka, denn in den letzten Jahren waren die Sektorschäden größer als die Einnahmen.

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