Helvetia Baloise-CEO Rupprecht: „Größenvorteile sind in unserer Industrie enorm wichtig“

Fabian Rupprecht, Chef des Ende 2025 fusionierten Schweizer Versicherers Helvetia Baloise, hat die Branche dazu aufgerufen, stärker an ihren Strategien zu feilen. Mittelmäßige Strategien krankten oft daran, dass sie lediglich „einen Status quo beschreiben“, sagte er auf der Fachmesse InsureNXT. Anja Käfer-Rohrbach vom Branchenverband GDV warnte auf dem Kölner Podium vor den Risiken einer vollständig digitalisierten Wirtschaft, während Insurlab-Germany-Chef Peter Stockhorst ein stringenteres Change-Management in den Vorstandsetagen anmahnte: „Wir brauchen dort mehr Drive, wir brauchen mehr Mut, wir brauchen mehr Fokus.“

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Insurlab Germany: „Viele gute Ideen scheitern nicht an der Technologie, sondern tatsächlich an mangelnder Kenntnis von der realen Welt, in der sie funktionieren sollen“

Die Branche schaut heute gespannt nach Köln, wo auf der insureNXT Top-CEOs wie Klaus-Jürgen Heitmann, Norbert Rollinger oder Fabian Rupprecht über die digitale Transformation diskutieren. Im Vorfeld sprach VWheute mit den Köpfen hinter dem Innovations-Hub. Peter Stockhorst, Vorstandsvorsitzender des Insurlab Germany, und dessen Geschäftsführer Philipp Nolte erklären im Doppelinterview, was erfolgreiche Insurtechs auszeichnet, warum SaaS-Anbieter den Markt aufrollen und wie die insureNXT zum entscheidenden Taktgeber der neuen Branchenära geworden ist.

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VersicherungswirtschaftCLUB: „Wir denken in Sparten und Vertriebswegen – der Kunde aber nicht“

Traditioneller oder digitaler Vertrieb, zwischenmenschliche Nähe oder datengetriebene Effizienz. Beim VersicherungswirtschaftCLUB im Rahmen der Insurenxt ringt die Branche um das richtige Mischungsverhältnis. „Wir versuchen, die IT zu einem Unterstützer der Menschen zu machen – weil weniger da sind“, erklärte Provinzial-Vizechef Patric Fedlmeier mit Blick auf die alternde Belegschaft. Consileon-Geschäftsführer Ralph Hientzsch eröffnete die Diskussionsrunde mit einer nüchternen Analyse.

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DA Direkt wächst, kommt technisch aber nicht aus dem Minus raus

Der digitale Versicherungsmarkt in Deutschland befindet sich laut DA Direkt-CEO Peter Stockhorst weiter auf dem Vormarsch – und die Direktversicherungstochter der Zurich will sich hier als Treiber der Transformation positionieren. Das Prämienvolumen von DA Direkt wuchs 2024 um elf Prozent auf 343 Mio. Euro. Damit sei man unter die Top-Drei der Direktversicherer in Deutschland vorgestoßen, so Stockhorst. Dass DA Direkt derzeit versicherungstechnische Verluste schreibt, beunruhigt ihn nicht.

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Zurich greift im europäischen Kfz-Versicherungsmarkt an

Der Versicherer Zurich beteiligt sich an Ominimo. Das Paket mit dem Managing General Agent beinhaltet auch eine umfassende Vertriebskooperation in Europa. Zum Auftakt soll es ein gemeinsames Kfz-Versicherungsprodukt für den polnischen Markt geben. Beim Start im zweiten Quartal 2025 ist die Zurich-Tochter DA Direkt behilflich. VWheute hat erfragt, ob auch Deutschland in die Expansionspläne eingebunden werden soll.   

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DA Direkt will Kfz-Versicherungsgeschäft nicht mehr forcieren

Weg vom defizitären Kfz-Geschäft, hin zum margenträchtigen Geschäftsfeld Digital Health: Nach dieser Devise hat die Zurich ihre klassische Direktversicherungstochter DA Direkt zum konzerneigenen Insurtech umgekrempelt. „Das Geschäft ist profitabel“, sagte DA Direkt-Chef Peter Stockhorst in einem Pressegespräch. In Zukunft rechnet der Manager mit noch höheren Margen – viele Insurtechs hätten dagegen einen wichtigen Faktor unterschätzt.

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