Modellierung von Cyberschäden: „Fachabteilungen nutzen oft rudimentäre, szenariobasierte Bewertungen oder sind gar im Blindflug unterwegs“

Mit den Auswirkungen von „Cyber Realistic Disaster Scenarios“ in Beständen gewerblicher Cyber-Versicherungen beschäftigen sich die Aktuare Maurice Fuchs, Nils Hallmanns und Thomas Lorentz im Gastbeitrag für VWheute. Sie stellen fest, dass die Quantifizierung systemischer Kumulrisiken im Cybermarkt oft dem Blick in die Kristallkugel gleicht. „Während sich Frequenzschäden mittlerweile dank historischer Daten fundiert bepreisen lassen, bleibt die Modellierung von Katastrophenszenarien eine der größten Herausforderungen für Aktuare und Risikomanager.“ Einen Paradigmenwechsel strebt nun eine Kollaboration dreier Marktgrößen an. Was dahintersteckt.

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Grund berät Meyerthole Siems Kohlruss

Die auf aktuarielle Fragestellungen spezialisierte Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss gewinnt Frank Grund zum 1. Mai als strategischen Berater. Der ehemalige Bafin-Versicherungschef bleibt umtriebig. Neben einer Mitgliedschaft im Ratingkomitee von Assekurata hat er auch ein prominentes Aufsichtsratsamt inne.

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SFCR-Berichtsanalyse: Diskontierungseffekt aus dem Zinsanstieg übersteigt eingerechnete Inflation deutlich

"Erstmals seit der Einführung des neuen Aufsichtsregimes im Jahr 2016 sind sowohl die Eigenmittel als auch die Kapitalanforderungen rückläufig", sagt Andreas Meyerthole, Geschäftsführer der aktuariellen Beratungsfirma Meyerthole Siems Kohlruss (MSK). Weiterhin sind Versicherungsvereine deutlich besser kapitalisiert als Aktiengesellschaften.

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Anpassung der Mindestkapitalanforderung: Sind die Sachversicherer durch die Hintertür inflationsgefährdet?

Die Versicherungsbranche muss wegen der Inflation höhere Reserven im Sachbereich bereitstellen. Das kann bei kleinen Unternehmen zu Kapitalproblemen führen. "Die aktuelle Anhebung der absoluten Untergrenze der Mindestkapitalanforderung (AMCR) von 3,7 Mio. Euro auf 4,0 Mio. Euro ist nur der Anfang", sagt die Beraterin Marion Beiderhase von Meyerthole Siems Kohlruss (MSK). VWheute hat bei einigen Versicherern  und dem Versichererverband GDV um Einschätzung der Lage gebeten.

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Schadenprognose: GDV rechnet mit fünf Mrd. Euro Flutschäden, Aktuare liegen weit darunter

Eine laufende Betrachtung ist die Königsdisziplin der Schadenprognose. Aus diesem Grund sind sie eher Orientierung statt Faktenfels. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Einschätzungen variieren; eine solche Differenz wie zwischen GDV und MSK gibt es allerdings selten. Derweil tobt die Diskussion um eine Versicherungspflicht weiter und der Bund (sowie Gothaer) haben Hilfen für die Geschädigten angekündigt.

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