Heinz kontert Wiens: BVK lehnt Bafin-Überlegungen zur Verlängerung der Stornohaftung ab

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute spricht sich gegen die Überlegungen der Finanzaufsicht Bafin aus, die Stornohaftungszeit in der Lebensversicherung über die derzeit üblichen fünf Jahre hinaus zu verlängern. Die Aufsichtsbehörde begründet ihre Erwägungen mit neuen Wechselmöglichkeiten im Zuge der Reform der privaten Altersvorsorge und den daraus entstehenden Risiken für die Versicherer. Der BVK reagierte prompt.

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„Produktlandschaft, da blickt keiner mehr durch“: Branchenkritiker Kleinlein nimmt BVK-Präsident Heinz in die Pflicht

Vier Monate vor dem Start der Riester-Reform wachsen die Nervosität und der Frust unter deutschen Versicherungsvermittlern. Michael Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), sieht seinen Berufsstand regelrecht in die Zange genommen von Verbraucherschutz und Versicherern. Bei einem Streitgespräch mit Ex-BdV-Chef Axel Kleinlein ärgerte sich Heinz über Verbraucherschützer, die der irrigen Meinung seien: „Beratung und Dokumentation verursachen Kosten und schmälern die Rendite.“ Der BVK-Präsident teilte zudem erneut gegen den Versichererverband GDV aus, weil dieser die Beratungspflicht für überholt hält – dort sieht man die Sachlage erwartungsgemäß anders.

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BVK-Präsident Heinz zieht Reißleine bei eigenem Vermittlergeschäft: „Wir nehmen überhaupt keine Privatkunden mehr an“

Lohnt es sich für Versicherungsvermittler überhaupt noch, Privatkunden zu betreuen? Ausgerechnet Michael Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), beschleichen bei dieser Frage offenbar Zweifel. „Wir bedienen keine Privatkunden mehr“, sagte Heinz bei einer Branchenveranstaltung mit Blick auf sein eigenes Vermittlergeschäft. „Das ist keine Arroganz, das sind betriebswirtschaftliche Fragen – und die werden sich Vermittlerkollegen hier im Raum immer stärker stellen müssen“, warnte Heinz am Dienstag auf dem Podium des Norddeutschen Versicherungstages 2026. Votum-Vorstand Martin Klein und AfW-Vorständin Franziska Geusen treiben vor allem die Haftungsfragen um, die im Zuge der KI-Welle auf den Versicherungsvertrieb zurollen.

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BVK feiert seine Vergangenheit und schaut nach beschlossener Altersvorsorgereform besorgt auf morgen

Im Berliner Admiralspalast feierte der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) mit hunderten Gästen sein 125‑jähriges Bestehen. Der rauschende Abend diente nicht zuletzt der Selbstvergewisserung eines Berufsstandes, der seinen Stolz trotz sich verdunkelnder Aussichten zu bewahren versucht. Dass die festliche Inszenierung bereits am Folgetag durch die triste Tagespolitik eingeholt wurde, ließ den kampferprobten Präsidenten des BVK wieder zügig in den Angriffsmodus schalten: „Gleichmachenden, beratungslosen Standardprodukten“ sei nun der Weg geebnet worden, kommentierte Michael Heinz die endgültige Verabschiedung des Altersvorsorgereformgesetztes durch den Bundesrat.

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BVK-Präsident Heinz: „Ich komme mir mittlerweile immer mehr so vor im BVK, als wären wir die Marktwächter. Das ist nicht unser Job“

Michael Heinz bezieht auf einer MCC-Veranstaltung unmissverständlich Stellung gegen Standardprodukte in der Altersvorsorge und die Aufweichung von Qualitätsstandards im Vertrieb. In solchen Fällen müsse beraten und dokumentiert werden. „Da geht es ja um was.“ Kritik übt der BVK-Präsident auch an einer mangelnden Durchsetzungsfähigkeit der Versicherungsbranche in politischen Gremien wie der Fokusgruppe Altersvorsorge. „Dort hat man überhaupt nicht gekämpft“, hört er von vertrauten Personen.

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bAV: Regierung wird nicht wieder bei null anfangen

Die Versicherungsbranche hofft, dass das Finanzministerium künftig von einem CDU-Minister geführt wird. Dann würde vor allem das Thema Altersvorsorge politisch in Berlin und Brüssel wohl eher im Sinne der Branche behandelt. Die Lobbyisten wollen zudem dafür werben, dass die Diskussion über Verkaufsprovisionen künftig versachlicht wird. 

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Trotz gemeinsamem DKM-Auftakt: BVK und BDVM bleiben sich fremd

Die Vermittlermesse DKM in Dortmund wird traditionell von der Auftaktpressekonferenz des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) eingeläutet – erstmals war auch der Maklerverband BDVM auf dem Podium vertreten. Allein: Der gemeinsame Auftritt der sich kritisch belauernden Verbände geriet höchst ungemeinschaftlich. Von einem Schulterschluss scheint man weit entfernt. Beobachtungen von VWheute-Redakteur Lorenz Klein.

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Eiopa-Chefin Petra Hielkema fremdelt mit IHK-Aufsicht über Vermittler

Immer wieder flammt die Diskussion darüber auf, ob nicht lieber die Bafin die Aufsicht über die Versicherungsvermittler von den Industrie- und Handelskammern (IHK) übernehmen soll – so geschehen auf der 34. Wissenschaftlichen Tagung des Bundes der Versicherten (BdV) in Hamburg. Dort verteidigte sich GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen auch gegen den Vorwurf, dass die Branche bei der künstlichen Intelligenz zu langsam vorankomme.

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Branson bringt den Provisionsdeckel wieder ins Spiel  

Schwarze Schafe ausfindig zu machen und sie kaltzustellen. Darin sieht die Bafin eine ihrer Hauptaufgaben. Mark Branson, Chef der Behörde, kündigte auf dem SZ-Versicherungstag an, bei der Wohlverhaltensaufsicht die Zügel deutlich anzuziehen. „Wir prüfen, ob die Produkte der Versicherer für Kunden geeignet und die Preise angemessen sind.“

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GDV-Statement zur Stern-TV-Sendung bringt Vermittler noch mehr in Rage

Die bereits vielfach diskutierte Stern-TV-Sendung lässt viele Versicherungsvermittler auch einen Monat nach ihrer Ausstrahlung nicht los. Die Wut richtet sich nicht mehr gegen Hermann-Josef Tenhagen oder Ron Perduss, sondern gegen ein Statement des GDV, welches als „windelweich“ bezeichnet wird. So lautet nur eine von vielen Social-Media-Zuschriften an VWheute. Dabei zeichneten sich die Risse zwischen GDV und Vermittlerschaft schon seit längerer Zeit ab.

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