Munich Re beschließt Aktienrückkauf

Walking-Man vor dem Munich-Re-Hauptgebäude. Bildquelle: AK

Die Geschäfte beim Münchener Rückversicherer entwickeln sich positiv, wie CEO Joachim Wenning zuletzt beim Neujahrsempfang deutlich machte. Das schlägt nun auf die Dividende durch. Munich Re hebt sie für 2023 auf 15 Euro je Aktie. Der zweite im Dax gelistete Player aus der Versicherungswirtschaft Allianz schlug vor wenigen Tagen einen ähnlichen Weg ein.

Der Vorstand der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft will der Hauptversammlung eine Dividende von 15,00 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2023 vorzuschlagen (Konsens: 12,49 Euro). Im vergangenen Jahr lag der Wert bei 11,60 Euro je Aktie. Über die Dividendenplanung des Vorstands wird der Aufsichtsrat nach Vorliegen der endgültigen Geschäftszahlen für 2023 entscheiden, heißt es in einer Mitteilung. Die Dividendenausschüttung steht unter dem Vorbehalt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung.

Die Munich Re blickt auf eine bemerkenswerte Kursentwicklung zurück. Mit einem Zuwachs von rund einem Drittel innerhalb der letzten zwölf Monate schlossen die Anteilscheine des Unternehmens am Montagabend bei 421,50 Euro. Die Anleger dürfen sich nicht nur über den bisherigen Kursanstieg freuen, sondern auch über eine erfreuliche Aussicht auf künftige Dividendenrenditen. Nach der jüngsten Ankündigung einer Dividendenerhöhung wird diese von aktuell 2,75 Prozent auf 3,6 Prozent ansteigen.

Die positive Dynamik der Munich Re lässt die Konkurrenz in vielerlei Hinsicht hinter sich. Die konsequente Umsetzung strategischer Maßnahmen und eine solide finanzielle Performance haben dazu beigetragen, dass das Unternehmen weiterhin das Vertrauen der Investoren gewinnt. Experten sehen diese Entwicklungen als Beleg für die Stabilität und Attraktivität der Munich Re als Investment.

Darüber hinaus gibt der Rückversicherer bekannt, in der Zeit vom 26. April 2024 bis spätestens zur Hauptversammlung am 30. April 2025 eigene Aktien im Wert von maximal 1,5 Milliarden Euro (ohne Nebenkosten) zu erwerben. „Die zurückgekauften Aktien sollen eingezogen werden. Das Aktienrückkaufprogramm steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Präsidiums und des Nachhaltigkeitsausschusses des Aufsichtsrats“, berichtet der Rückversicherer. Die Kapitalrückführung der Münchener Rück beläuft sich damit auf insgesamt 3,5 Mrd. Euro.

Joachim Wenning sieht für 2024 und 2025 die Geschäftsaussichten für Munich Re insgesamt positiv. Auch mit Blick auf 2023 sprach der Manager beim Neujahrsempfang von einem sehr guten Jahr. Im Herbst wurde das Gewinnziel von vier Mrd. Euro auf 4,5 Mrd. Euro nach oben geschraubt. 2024 sollen fünf Mrd. Euro erreicht werden. Im letzten Jahr habe das Dax-Unternehmen von stark gestiegenen Preisen in der Schaden- und Unfallrückversicherung profitiert, aber auch mehr Gewinn in weniger schwankungsanfälligen Geschäftsfeldern wie bei Erstversicherungstochter Ergo erzielt. Zudem wurde das Angebot an Rückversicherungsschutz tendenziell ausgebaut, heißt es.

Während die Schaden-Rückversicherung zwei Mrd. Euro zum Gewinn beisteuert, soll das Lebensrück-Geschäft 1,5 Mrd. Euro ausmachen. Der Rest sei in ähnlichen Verhältnissen auf Ergo sowie das Spezialversicherungsgeschäft zurückzuführen. Die offiziellen Finanzzahlen für 2023 werden heute vorgestellt.

Vor einer Woche brachte der zweite Versicherungsplayer aus dem Dax sein Rückkaufprogramm für eigene Aktien unter Dach und Fach. Das Volumen des Pakets beträgt bis zu einer Milliarde Euro, heißt es in einer Mitteilung. Der Rückkauf soll zwischen Anfang März 2024 bis zum 31. Dezember 2024 durchgeführt werden. Zudem hat der Münchener Versicherer um CEO Oliver Bäte eine Neufassung der Dividendenpolitik beschlossen. Das Unternehmen betont in einer Mitteilung, seinen Aktionären immer „eine attraktive Dividende“ bieten zu wollen. Den Rahmen dafür gebe die Ergebnissituation sowie die Sicherstellung einer angemessenen Kapitalausstattung der Allianz-Gruppe vor.

Autor: VW-Redaktion

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