Wohnungseinbrüche kosten Versicherer 380 Millionen Euro
Die deutschen Versicherer müssen mit Blick auf Wohnungseinbrüche ein kostspieliges Jahr 2025 hinnehmen. Bildquelle: Holger Kraft auf Pixabay
Die deutschen Versicherer müssen mit Blick auf Wohnungseinbrüche ein kostspieliges Jahr 2025 hinnehmen. Wie der GDV mitteilt, stiegen die versicherten Schäden auf insgesamt 380 Millionen Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kosten für einen durchschnittlichen Schaden pro Einbruch nehmen zu.
Insgesamt registrierten die Unternehmen etwa 100.000 Fälle, was einer Zunahme von 5.000 Delikten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auffällig ist die Teuerungsrate der einzelnen Taten. „Der durchschnittliche Schaden pro Einbruch stieg um 200 Euro auf 3.850 Euro und erreicht damit den höchsten Wert seit Beginn der Messung“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV.
Die Täter gehen dabei selten mit hoher krimineller Raffinesse vor. Stattdessen dominieren pragmatische Ansätze: Gesucht werden leicht zugängliche Objekte mit mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen, berichtet der Verband. Oft genügen einfache Werkzeuge wie Schraubenzieher, um Schwachstellen an Fenstern – insbesondere in Kippstellung – oder Türen auszunutzen. Im Fokus der Diebe steht dabei liquide oder leicht verwertbare Beute. Vor allem Schmuck, Bargeld sowie kompakte Elektronik wie Smartphones und Kameras verschwinden aus den Haushalten. Auch hochwertige Unterhaltungselektronik und Spielkonsolen stehen hoch im Kurs.
Der GDV betont in diesem Zusammenhang die Relevanz des mechanischen Grundschutzes. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik scheitert knapp die Hälfte aller Einbruchsversuche bereits im Ansatz, da die vorhandene Sicherungstechnik den Tätern zu viel Widerstand entgegensetzt. Während elektronische Systeme eine sinnvolle Ergänzung darstellen können, bleibt die mechanische Absicherung das entscheidende Hindernis, um Gelegenheitsdiebe effektiv abzuschrecken.
Autor: VW-Redaktion
