Verdacht auf Versicherungsbetrug: Wirt soll Anschlag fingiert haben

Hat ein türkischer Wirt einen Anschlag auf seine Gaststätte fingiert? Quelle: Bild von WikimediaImages auf Pixabay.

Ein türkischer Gastronom aus Chemnitz muss sich vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Chemnitz wegen gemeinschaftlich versuchten Mordes in 15 Fällen sowie besonders schwerer Brandstiftung und Versicherungsbetruges verantworten. Der Mann soll einen rechtsradikalen Anschlag fingiert haben, um die Versicherungssumme zu bekommen.

Laut einem Bericht der Sächsischen Zeitung wirft die Staatsanwaltschaft dem Gastronomen vor, ein Fenster so manipuliert zu haben, dass drei Unbekannte in der Nacht zum 18. Oktober 2018 in das Restaurant einsteigen konnten. Sie hätten dort Brandbeschleuniger verteilt und angezündet. Durch eine Verpuffung entstand ein hoher Schaden, die Täter sollen eine Summe von 50.000 Euro bekommen haben.

Als Motiv für die Tat nennt die Staatsanwaltschaft Geldnot: Der 49-Jährige hatte nach dem Brand von seiner Versicherung eine Summe von 300.000 Euro ausgezahlt bekommen. Bei der Tat habe der Mann laut Bericht in Kauf genommen, dass die Bewohner des Hauses schwere bis tödliche Verletzungen erleiden.

Für den Prozess sind derzeit 14 Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil soll voraussichtlich im Mai erfolgen.

Autor: VW-Redaktion

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