Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe nach Blei-Skandal

Die Opfer des Skandals um mit Blei verseuchtes Trinkwasser in der US-Industriestadt Flint erhalten Schadenersatz in Höhe von insgesamt 626 Millionen Dollar (540 Millionen Euro). Quelle: Bild von Nick Magwood auf Pixabay

Ein Skandal um bleiverseuchtes Trinkwasser kommen den US-Bundesstaat Michigan sowie die Industriestadt Flint teuer zu stehen: Eine Bezirksrichterin sprach den Opfern nun einen Schadenersatz über 626 Mio. US-Dollar (etwa 540 Mio. Euro) zu. Davon sollen vor allem die Menschen aus Flint profitieren, die zur Zeit des Skandals Kinder waren und durch das Blei im Trinkwasser dem größten Gesundheitsrisiko ausgesetzt waren.

Auch Erwachsene, die nachweisen können, dass ihre Erkrankungen auf das bleiverseuchte Trinkwasser zurückzuführen sind, erhalten Schadenersatz. Mindestens zwölf Menschen waren wegen des verseuchten Trinkwassers gestorben, berichtet der Stern. Der Hintergrund: Die Stadtverwaltung von Flint hatte im April 2014 begonnen, Wasser aus dem mit Chemikalien verseuchten Flint-Fluss zur Trinkwasseraufbereitung zu nutzen. Das aggressive Wasser griff die alten Bleirohre an, wodurch das giftige Schwermetall ins Trinkwasser gelangte. Zuvor hatte die Kommune das Wasser aus dem Huronsee bezogen, was allerdings teurer war.

Während dieser Zeit lebten rund 18.000 bis 20.000 Kinder in Flint, die wohl noch über Jahre hinweg mit den Folgen der Bleivergiftung leben müssen. Den Großteil der Zahlungen muss der Bundesstaat Michigan leisten, kleinere Summen müssen von der Stadt Flint und einem Unternehmen übernommen werden, so das Magazin weiter. Mittlerweile seien die Rohre ausgetauscht worden. Das Trinkwasser wird wieder aus dem Huronsee bezogen.

Autor: VW-Redaktion

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