Droht Duisburg wegen Corona die Pleite?

Hafen von Duisburg. Quelle: Bild von Markus Spiske auf Pixabay

Die Folgen der Corona-Pandemie treffen nicht nur die Unternehmen. Auch den Kommunen macht die Krise sichtlich zu schaffen. So droht allein der Stadt Duisburg in diesem Jahr durch die Auswirkungen ein finanzieller Schaden in Höhe von rund 102 Mio. Euro. Ohne Bundeshilfen droht der Stadt gar die Pleite. Einen Versicherungsschutz gibt es nicht.

Einen wesentlichen Teil der Einbußen macht laut einem Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) der Einbruch bei der Gewerbesteuer aus, der sich laut einer Prognose des Arbeitskreises Steuerschätzung auf rund 64 Mio. Euro belaufen.

Ohne weitere staatliche Hilfe droht der nordrhein-westfälischen Stadt womöglich die Pleite. Unklar ist bislang, in welchem Umfang sie von Bund und Land übernommen werden, berichtet das Blatt. Bereits enthalten in der Haushaltsprognose sind die angekündigten 23,7 Mio. Euro aus dem „Sonderhilfengesetz Stärkungspakt“ für Duisburg, so die WAZ.

Auf Unterstützung durch die Versicherungsbranche darf Duisburg allerdings wohl nicht hoffen. So „nehmen die Kommunen für die unterschiedlichsten Angebote auf dem Versicherungsmarkt den entsprechenden Versicherungsschutz. Eine Versicherung gegen Corona-Schäden gibt es nicht. Für die Leistung von Schadenersatz muss sich zunächst eine versicherte Gefahr realisieren. Um eine Aussage zur drohenden ‚Pleite‘ treffen zu können müssten zunächst die Details bekannt sein“, erläutert die Provinzial Rheinland auf Anfrage von VWheute.

So gehe der öffentliche Versicherer „davon aus, dass in der genannten Summe in der Corona-Diskussion keine Ereignisse oder Kosten enthalten sind, die über einen am Markt erhältlichen Versicherungsschutz gedeckt werden könnten“.

Autor: VW-Redaktion

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