Alte Leipziger: Einbrüche in Firmengebäude sind teilweise rückläufig

Quelle: Bild von TheDigitalWay auf Pixabay

Die Wohnungseinbrüche sind in Deutschland im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Bei den Einbrüchen in Firmengebäude gebe es jedoch deutliche regionale Unterschiede, konstatiert die Alte Leipziger-Hallesche. Demnach habe es 2019 in sechs der 16 Bundesländer steigende Deliktzahlen gegenüber dem Vorjahr gegeben.

So verzeichnete die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS) im letzten Jahr 60.551registrierte Einbruch-Diebstähle in Betriebsgebäuden und -räumen wie Büros, Werkstätten, Fabrikations- oder Lagerhallen. Damit ist die Anzahl dieser Delikte mit einem Minus von 4,1 Prozent erneut rückläufig. Allerdings seien Einbruch-Diebstähle in Warenhäuser, Kioske, Gaststätten, Hotels und Banken in diesen statistischen Zahlen noch gar nicht berücksichtigt, so der Versicherungskonzern.

Nach Angaben der Alten Leipziger steht Nordrhein-Westfalen im letzten mit 14.580 Einbrüchen in Betriebsgebäude an der Spitze im bundesweiten Länderranking. Danach folgen Niedersachsen mit 8.405, Baden-Württemberg mit 4.968, Hessen mit 4.156, Sachsen mit 4.130, Bayern mit 3.237, Sachsen-Anhalt mit 3.228, Rheinland-Pfalz mit 2.980, Berlin mit 2.966, Schleswig-Holstein mit 2.900 und Brandenburg mit 2.609 derartigen Verbrechen.

In fünf Bundesländern lag die Anzahl der Einbruch-Diebstähle in Firmenimmobilien bei unter 1.500 Fällen, nämlich in Hamburg mit 1.468, Thüringen mit 1.346, Bremen mit 1.290, Mecklenburg-Vorpommern mit 1.210 und das Saarland mit 1.078 derartigen Delikten. Einen Anstieg bei der Anzahl dieser Straftaten gab es auch in Thüringen mit plus 9,5 Prozent, in Nordrhein-Westfalen mit 3,1 Prozent, in Sachsen mit 2,7 Prozent sowie in Niedersachsen mit 2,2 Prozent. Eine leichte Erhöhung um 0,3 Prozent weist zudem Schleswig-Holstein auf.

Demgegenüber habe die Zahl entsprechender Delikte laut Versicherer in Hessen um 18,4 Prozent, in Bayern um 17,0 Prozent, in Rheinland-Pfalz um 12,4 Prozent und in Sachsen-Anhalt um 11,0 Prozent abgenommen. Eine leichte Reduzierung gab es zudem in Baden-Württemberg mit minus 9,3 Prozent, im Saarland mit minus 6,7 Prozent, in Berlin mit minus 6,1 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern mit minus 4,9 Prozent und in Brandenburg mit minus 0,2 Prozent.

Quelle: GDV

Im Jahr 2019 zählten die Versicherer nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft bundesweit 95.000 Einbrüche, rund 10.000 weniger als im Jahr zuvor. Trotz des Rückgangs blieb die Entschädigungsleistung der Versicherer mit rund 300 Millionen Euro auf dem Niveau von 2018. Die durchschnittliche Schadenhöhe kletterte im vergangenen Jahr um 350 Euro (plus zwölf Prozent) auf 3.200 Euro. Der Schadendurchschnitt liegt damit so hoch wie nie zuvor.

Autor: VW-Redaktion

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