Eine Versicherung für Almbauern und das Comeback des Muh-Schutzes

Milchlieferant und tödliche Gefahr. Bild von Dominik Schraudolf auf Pixabay

Über kein Thema schreibt VWheute so gerne wie über Kuh-Urteile und -versicherungen. Glücklicherweise hat der Oberösterreichische Almverein aktuell eine Versicherung für Almbauern abgeschlossen und damit Abhilfe geschaffen. Die Gefahr durch das Milchvieh wird ausgebaut und millionenschwer abgesichert.

Die Geschichte basiert auf einem Ereignis aus dem Jahr 2014. Eine Kuh trampelte eine Frau zu Tode, der Bauer musste fast eine halbe Million Schadenersatz bezahlen, weil er offenbar nicht die nötigen Absperrungen errichtet hatte. Viele Bauern sperrten daraufhin Wanderwege, die (teilweise)  über ihre Grundstücke und Almen verlaufen. Die Politik reagierte, wohl, weil sie ihre Touristenziele in Gefahr sah. In die bestehende „Wegeerhalter-Haftpflichtversicherung“ wurden „Schadensfälle durch Weidevieh“ aufgenommen, für die Kosten kam der Staat auf.

Mehr Muh-Schutz

Nun wird der Schutz ausgebaut. In Oberösterreich wird der Versicherungsschutz für Almbauern ausgeweitet, wie die Wienerzeitung berichtet. Der  Oberösterreichische Almverein hat bei der Oberösterreichischen Versicherung einen Haftpflichtschutz von 2,5 Mio. Euro pro Versicherungsfall ergänzend zur landwirtschaftlichen Haftpflicht am Hof des Almbauern abgeschlossen. Versichert sind die jeweiligen Tierhalter, unabhängig vom Eigentümer. Auf den Almen werden meist Tiere von mehreren Betrieben gehalten, sodass Eigentümer und Halter meist nicht identisch sind.

Laut der Zeitung übernimmt die Versicherung die Kosten für „Anwalt, Gericht und Sachverständige sowie allfällige Schadenersatz- bzw. Schmerzensgeldzahlungen“. Versichert sind die Mitglieder des OÖ Almvereins mit ihren Almen und Heimweiden, egal ob diese in Oberösterreich oder einem angrenzenden Bundesland liegen, meldet das Blatt weiter.

Autor: VW-Redaktion

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