Verlieren die Australian Open den Versicherungsschutz?

Australien Open. Quelle: Bild von Lea Smith auf Pixabay

Events wie Konzerte oder Sportveranstaltungen sind dieser Tage besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Glücklich schätzen kann sich dabei jener Organisator, welcher sich gegen einen Ausfall eines Turniers versichern konnte. Die Veranstalter der Australian Open könnten diesen Versicherungsschutz nun verlieren.

Wegen der COVID-19-Pandemie ist der Betrieb auf der ATP- und WTA-Tour momentan vorerst bis Mitte Juli eingestellt. Dabei wurde die French Open in Paris auf September verschoben, das Tennisturnier auf dem altehrwürdigen Rasen von Wimbledon wurde bereits – erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg – in diesem Jahr komplett abgesagt.

Die Veranstalter der Australian Open sind bereits mitten in den Vorbereitungen für das nächste Turnier Anfang 2021. Dabei wäre auch eine Austragung ohne Zuschauer – sprich Geisterspiele – denkbar – wenn da nun nicht das Problem mit dem Versicherungsschutz wäre.

„Neben Wimbledon waren wir wohl eine der wenigen Sportveranstaltungen, die eine Pandemie-Versicherung abgeschlossen hat. Aber im Juli läuft sie aus. Wir führen Gespräche, wie die Zukunft aussehen könnte“, betont Craig Tiley, CEO von Tennis Australia, gegenüber The Age und Sydney Morning Herald.

Der Versicherer gibt sich nach Tileys Worten indes zögerlich mit der Verlängerung der Versicherungspolice. „Jetzt wäre es ein guter Zeitpunkt für sie, weil die ganze Welt für eine weitere Pandemie vorbereitet wäre. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach dieser Pandemie erneut solche drastischen Maßnahmen notwendig werden, ist sehr gering“, so Tiley.

Dabei scheint die finanzielle Absicherung schon fast lebensnotwendig zu sein. „Wir brauchen ein Finanzmodell für alle möglichen Szenarien. Wir haben etwas Geld, aber das ist schnell aufgebraucht, wenn wir keinen Umsatz machen“, betont Tiley.

Autor: VW-Redaktion

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