DIW: Versicherungsvorstände werden langsam weiblicher

Quelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Frauen rücken zunehmend in die Chefetagen der deutschen Unternehmen auf. Laut aktuellem Managerinnen-Barometer des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) hatten Frauen in den 200 umsatzstärksten Unternehmen insgesamt 94 von 907 Vorstandsposten inne. Das entsprach einem Anteil von 10,4 Prozent. Auch die Chefetagen der Versicherer werden langsam weiblicher.

Demnach erhöhte sich der Frauenanteil in Vorständen der Versicherer auf elf Prozent – das entspricht einem Plus von 1,4 Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr zuvor. Die Anzahl der Frauen als Vorstandsvorsitzende hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert (fünf bei den Banken, zwei bei den Versicherungen).

Während die Frauenanteile in den Vorständen der größten Banken und Versicherungen im Vergleich zu 2018 zugelegt haben, gab es beim Frauenanteil in den Aufsichtsräten dieser Unternehmen zuletzt eine Stagnation zu verzeichnen. Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der 100 größten deutschen Banken blieb in Höhe von rund 23 Prozent in etwa konstant, heißt es beim DIW weiter.

Auch bei den Versicherern konstatieren die DIW-Ökonomen eine Stagnation: Dort blieb der Frauenanteil in Aufsichtsräten bei knapp über 22 Prozent. Zudem ist die Anzahl der einem Aufsichtsrat vorsitzenden Frauen von 2018 auf 2019 zurückgegangen (vier Frauen bei den 100 größten Banken und eine Frau bei den 60 größten Versicherern).

„Trotz der zuletzt positiven Entwicklung in den Vorständen kann noch keine Rede davon sein, dass in sämtlichen Chefetagen das Umdenken begonnen hätte. Bei genauerem Hinsehen vollzieht sich die Entwicklung in den Chefetagen nach wie vor auf einem extrem niedrigen Niveau“, konstatiert Studienautorin Katharina Wrohlich.

Autor: VW-Redaktion

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