Diebstahl von Big Maple Leaf: Eigentümer klagt auf volle Versicherungssumme

Quelle: Bild von curido auf Pixabay

Der Kunstraub der Goldmünze Big Maple Leaf hat nun auch für den betroffenen Versicherer ein juristisches Nachspiel. So klagt der Eigentümer der Münze, der Düsseldorfer Immobilienentwickler Boris Fuchsmann, auf die Auszahlung der vollen Versicherungssumme von rund vier Mio. Euro. Bislang soll der Versicherer nur rund 800.000 Euro gezahlt haben.

Die Goldmünze wurde im März 2017 aus dem Bode-Museum in Berlin entwendet. Die Täter stiegen dabei durch das einzige nicht alarmgesicherte Fenster in das Museum ein, zerschlugen mit einer Axt die Vitrine, in der die Riesenmünze ausgestellt war. Auch die Vitrine war nicht mit einer Alarmanlage ausgestattet, berichtet der Berliner Kurier. Daher wolle die betroffene Assekuranz wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen nur einen Teil der Versicherungssumme auszahlen.

Fuchsmann hatte die Münze bereits 2010 dem Museum als Leihgabe überlassen. Am 21. Februar 2020 soll dessen Klage nun erstmals vor einer Zivilkammer des Landgerichts am Tegeler Weg verhandelt. Bislang sei nur ein Verhandlungstag angesetzt, allerdings werde geprüft, ob eine gütliche Einigung in dem Verfahren möglich sei, berichtet die Berliner Zeitung.

Bis heute fehlt von der Münze jedoch jede Spur. Ermittler gehen allerdings davon aus, dass die Münze in Einzelteile zertrümmert und verkauft wurde. Welche Rolle die vier Angeklagten dabei genau gespielt haben, müssen nun die Richter am LG Berlin klären. Die Staatsanwaltschaft wirft drei Männern vor, in der Nacht unbemerkt in das Museum eingedrungen zu sein. Dabei soll das Trio dann die Vitrine eingeschlagen und die Münze zunächst mithilfe einer Schubkarre über die S-Bahntrasse zurück in Richtung Hackescher Markt gebracht haben.

Auf der anderen Seite des Spreeufers ließen die Männer ihr schweres Diebesgut per Seil zu einem am Monbijoupark wartenden Fluchtauto hinab, luden die Münze hinein und verließen mit ihr den Tatort. Auf der Grünfläche gegenüber der Museumsinsel verliert sich dann die Spur des Goldes. Dabei wurde eine Vitrine zertrümmert, die Männer sollen das Goldstück mit Rollbrett und Schubkarre zu einem Fluchtauto geschafft haben, berichtete das Nachrichtenmagazin Spiegel Online. Ein mitangeklagter Wachmann soll zuvor die Örtlichkeiten ausgespäht und dem Trio entsprechende Hinweise gegeben haben. Ein Urteil parallel laufenden Strafverfahren gegen die vier Männer ist bislang aber noch nicht gesprochen worden.

Autor: VW-Redaktion

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